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WKÖ mahnt Maßnahmen zur Schließung der drohenden Energielücke ein

Verkehrsbranchensprecher Klacska und Experte Schwarzer fordern Technologieoffenheit, raschere UVP-Verfahren und Energiepartnerschaften

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"Die Wirtschaftskammer bekennt sich zum Pariser Klimaabkommen und zum European Green Deal. Dieser ist ein sehr gewichtiges Bauwerk. Allerdings fehlen ihm einige Bausteine und dazu zählt die Klärung der Schlüsselfrage, woher die benötigte erneuerbare Energie überhaupt kommt.“ Mit diesen Worten eröffnete Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heutige Online-Veranstaltung "Fokus Grüne Energie für alternative Antriebe im Verkehrssektor - genug für alle da?", zu der seine Abteilung gemeinsam mit der WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr geladen hatte.  

Namhafte Experten diskutierten dabei die Frage, wie und zu welchem Preis wir künftig zu grüner Energie kommen. "Wir wissen, was wir ersetzen wollen – Kohle, fossiles Öl, Erdgas – aber es ist nach wie vor unklar, woher wir die benötigten Mengen an erneuerbarer Energie beziehen werden“, so Schwarzer. Ebenso sei noch offen, wie wir rasch zu den Investitionen in die benötigte Infrastruktur kommen. "Bis 2030 sind es noch neun Jahre. Wenn die Bauzeit drei bis vier Jahre dauert und die Genehmigungsverfahren davor nochmal so lange, dann kommen viele klimarelevante Projekte zu spät“, warnt der WKÖ-Experte. "Und die Reduktionsvorgaben sind in jedem Jahr zu erfüllen, nicht erst 2030.“ 

WKÖ/BSTV
© WKÖ/BSTV Vlnr: Staatssekretär Magnus Brunner, WKÖ-Spartenobmann Alexander Klacska, Hans-Jürgen Salmhofer (BMK), Alfons Haber (E-Control Austria), Stephan Schwarzer (WKÖ/Umwelt- und Energiepolitik)

Staatssekretär Brunner: "Wer A sagt, muss auch B bei UVP-Verfahren sagen" 

Magnus Brunner, Staatssekretär im Klimaministerium, betonte vor allem, dass die Wirtschaft längst Teil der Lösung sei. "Die Wirtschaft ist bereit zu investieren und arbeitet bereits an den Investitionen von morgen. Wichtig ist deshalb, dass wir uns Technologieoffenheit bewahren anstatt uns frühzeitig auf einige wenige Technologien festzulegen. Wir wollen einen Wettbewerb der besten Ideen, wobei es sicher mehrere Sieger geben wird. Denn wir werden die E-Mobilität genauso brauchen wie Wasserstoff und eFuels, die eine gute Möglichkeit im Bereich des Fahrzeugbestands darstellen. Dazu wird es möglicherweise weitere Technologien geben, die wir heute noch gar nicht kennen“, sagte Brunner. Klar sei aber auch, dass wir künftig einen höheren Strombedarf haben werden und dass dieser aus erneuerbaren Energiequellen kommen muss. "Das heißt, wir werden viel mehr erneuerbaren Strom produzieren müssen und wir brauchen die Infrastruktur, damit dieser Strom auch fließt“, betonte Brunner, der daher erneut raschere UVP-Verfahren forderte. „Wer A sagt und am Freitag für mehr Klimaschutz demonstriert, muss auch B sagen, wenn es um den Bau der nötigen Infrastruktur geht“, so der Staatssekretär. 

Ähnlich bezeichnete es Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, als eine der größten Herausforderungen für die nächsten Jahre, ausreichend grüne Energie zu haben und belegte dies mit Zahlen: "Derzeit werden 69 Prozent der in Österreich genutzten Energie durch fossile Energie gedeckt, 75 Prozent werden importiert. Das heißt, wir müssen mehr als zwei Drittel neu aufbringen. Und gelingt es nicht, diese Lücke durch erneuerbare Energien aufzufüllen, droht dann eine Dekade des Verzichts?“, fragt Klacska. Denn Mobilität könnte in diesem Fall nicht mehr in gewohnter Form stattfinden. 

Klacska plädiert daher dafür, in Form von internationalen Energiepartnerschaften sicherzustellen, dass auch künftig genügend Energie vorhanden ist. "Diese muss außerdem leistbar sein. Denn wir alle wissen, dass Energiepreise Inflationstreiber sind. Daher müssen wir auch künftig darauf schauen, dass wir wettbewerbsfähige Preise haben - für die Wirtschaft ebenso und für die Verbraucher“, so Klacska. Auch deshalb seien Partnerschaften mit Ländern, die über ausreichend Sonne oder Wind verfügen und deshalb Wasserstoff günstig herstellen können, essentiell. Für die Betriebe wiederum brächten solche Maßnahmen die nötige Planungssicherheit. 

Wie alternative Antriebe in der Praxis für Unternehmen funktionieren, durften die Veranstaltungs-Teilnehmer übrigens via Online-Betriebsführung bei den österreichischen Technologieführern Magna und AVL erfahren. (PWK438/DFS) 

Nachschau: Aufzeichnung der Online-Veranstaltung

Fokus Grüne Energie für alternative Antriebe im Verkehrssektor – genug da für alle?
21. September 2021, Zeit: 10:00 -13:30 Uhr | 2:39 h /youtube

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