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WKÖ begrüßt Ankündigung der Senkung des Mehrwertsteuersatz für Beherbergung 

Nocker-Schwarzenbacher: Schritt in richtige Richtung - Es geht um Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Betriebe im internationalen Wettbewerb

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Höchst erfreut zeigt sich Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), über die Ankündigung von Bundesminister Sebastian Kurz in Alpbach, wonach der Mehrwertsteuersatz für Beherbergung von derzeit 13 auf künftig wieder zehn Prozent reduziert werden soll: „Ich freue mich, dass die Wirtschaftskammer als Interessenvertretung hier erfolgreich war. Wir haben uns von Anfang an gegen eine Erhöhung und die überbordende Bürokratie stark gemacht, jetzt haben unsere Interventionen zu einem ersten Schritt in die richtige Richtung geführt. Dabei darf die Politik aber auch beispielweise nicht die durch die Erhöhung ausgelösten unnötigen Belastungen für die Film-, Theater und Zirkusvorführungen sowie für die Leistungen aus der Tätigkeit als Schausteller vergessen. Ich bin zuversichtlich, dass dies der Anfang eines gemeinsamen, erfolgreichen Kurses für den Tourismus sein wird, und hoffe, dass eine zukünftige Bundesregierung den Ankündigungen weitere Taten folgen lässt, zumal diese Forderung auch in andere Wahlprogramme Eingang gefunden hat.“

EU tritt für ermäßigte Mehrwertsteuersätze im Tourismus ein

Man dürfe nicht vergessen, dass die EU bei arbeitsintensiven Dienstleistungen ermäßigte Mehrwertsteuersätze empfiehlt. So haben es EU-Kommission, EU-Rat, EU-Parlament sowie Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU laut EU-Richtlinie 2009/47/EG vom 5. Mai 2009 im Artikel 12 "Beherbergung, Restaurant und Verpflegung" dezidiert erwähnt. Argumentiert wird dies seitens der EU mit der Schaffung von Arbeitsplätzen bei geringen Auswirkungen auf den Binnenmarkt.

Wollen Österreich wieder an Spitze Europas bringen

Nocker-Schwarzenbacher: „Bei unseren direkten europäischen Konkurrenten, zum Beispiel in Frankreich und Italien, liegt der Steuersatz bei zehn Prozent, in Slowenien bei 9,5 Prozent und bei unserem größten Mitbewerber Deutschland sogar bei nur sieben Prozent.“ Es gehe hier um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe im internationalen Kontext. Auch wenn sich der heimische Tourismus immer wieder über Nächtigungszuwächse freuen könne und neue Rekorde erreiche, stehen er in einem immer stärker werdenden Wettbewerb, vor allem mit den österreichischen Nachbarländern. „In so einem so kompetitiven Umfeld wird es für unsere Betriebe immer schwieriger, durch Steuern ausgelöste Preiserhöhungen durchzusetzen, ohne die Ertragslage der Betriebe noch weiter zu belasten. Das große Ziel der Senkung der Abgabenquote auf 40 Prozent ist mit einer Senkung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes treffsicherer zu erreichen, denn einerseits wird die Steuerlast reduziert, andererseits das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Diese ‚win-win-Situation‘ sollte die Grundlage der zukünftigen Wirtschaftspolitik sein, um den Wirtschafsstandort Österreich wieder an die Spitze Europas zu bringen,“ so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. (PWK661/BS)

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