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WKÖ-Wirtschaftsparlament: Fraktionserklärungen der FW und des ÖWB

Krenn/Klacska: Kampagne gegen Flexibilisierung der Arbeitszeit beenden – Unternehmen und Mitarbeiter sind gemeinsam erfolgreich!

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„Eine Reformpartnerschaft der Wirtschaft“ stellte WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, in den Mittelpunkt seiner Rede zum Wirtschaftsparlament der WKÖ. Es sei erfreulich, dass die Wirtschafts- und Standortpolitik der neuen Bundesregierung sowohl von Seiten der Unternehmen als auch bei der Mehrheit der Bevölkerung goutiert werde und Unterstützung erfahre. Unter einer Reformpartnerschaft sei aus seiner Sicht eine „Zukunfts- und Standortpartnerschaft“ auf Augenhöhe zu verstehen. Hierzu müsse sich auch die Sozialpartnerschaft weiterentwickeln, indem sie die Bereitschaft zu modernen Reformen zeige. „Das Ziel ist, den Wirtschaftsstandort und den damit verbundenen Wohlstand zu sichern. Wichtige Entscheidungen können durch eine Verlagerung auf die betriebliche Ebene gelöst werden“, so Krenn. 

Die Kampagne von ÖGB und Arbeiterkammer gegen die Flexibilisierung der Arbeitszeit zeige, dass man zu einer neuen Partnerschaft kommen müsse. Der künftige Erfolg des Wirtschaftsstandortes Österreichs werde maßgeblich vom Miteinander der Betriebe und ihrer Mitarbeiter geprägt werden, so Krenn. „In der Arbeitswelt der Zukunft werden Unternehmen und Mitarbeiter nur gemeinsam erfolgreich sein. Deshalb ist es wichtig, zu innerbetrieblichen Lösungen zu kommen. Die Qualifikation im Betrieb ist hier ein wesentlicher Beitrag, denn qualifizierte Arbeitskräfte sind das größte Kapital“, so der WKÖ-Vizepräsident. Als weitere Teile der Reformpartnerschaft nannte Krenn den Bereich der Infrastruktur, den Breitbandausbau und eine Bildungsoffensive. 

ÖWB: Flexibilisierung der Arbeitszeit ändert nichts am generellen 8-Stunden-Tag

„Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird an der generellen 40-Stunden-Woche und dem 8-Stunden-Tag nichts ändern. Die Propaganda gegen diesen von der Bundesregierung eingebrachten Initiativantrag sollte daher gestoppt werden“, betonte Alexander Klacska vom Österreichischen Wirtschaftsbund (ÖWB).  Gleichzeitig wies der ÖWB-Sprecher auf den Verhandlungsprozess rund um die Einführung des Mindestlohns von 1.500 Euro und Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie den parlamentarischen Prozess zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten hin. „Da hat es zwei Fouls gegen die Wirtschaft gegeben. Ich wünsche mir eine Rückkehr zur Sachlichkeit. Wir brauchen eine vernünftige Diskussion zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Denn Standortsicherung wird nur über mehr Flexibilität möglich sein“, so Klacska, der etwa darauf verwies, dass damit Graubereiche legalisiert werden und insbesondere die hauptbetroffenen Branchen in Gewerbe und Handwerk profitieren. Flexible Arbeitszeiten seien aber natürlich auch für den großen Bereich Startups relevant um auch als Unternehmen weiterhin flexibel zu bleiben. 

Was die Reformbereitschaft der WKÖ betreffe, sei die Wirtschaftskammer die einzige gesetzlich verankerte Interessenvertretung in Europa, die sich aus eigenen Antrieb regelmäßig einem selbst verordneten Reformprozess unterworfen hat. „Die WKO hat sich auch zuletzt auf den Prüfstand gestellt und legt der Bundesregierung mit dem Programm WKO 4.0. nun ein weiteres Reformprogramm vor“, so Klacska. 

Handlungsbedarf ortete der Wirtschaftsbund-Sprecher im Bildungsbereich, in dem etwa durch die Ergebnisse zur Mathe-Matura Defizite sichtbar geworden sind. Sinnerfassendes Lesen sei das wesentliche Kriterium für den schulischen Erfolg. Der Plan von WKÖ-Präsident Mahrer in Hinblick auf eine Weiterentwicklung des dualen Systems hin zu einem trialen System sei voll zu unterstützen. Was die Kosten für Infrastruktur betreffe, müsse der Grundsatz gelten, dass diese in Zukunft leistbar ist. Eine Überdeckung, so wie bisher, sei in der Form durch die EU-Wegekostenrichtlinie nicht vorgesehen. 

Dank an WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser

Zum Abschied, so Klacska, gelte es den Dank des Wirtschaftsbundes aber auch aller im Wirtschaftsparlament vertretenen Fraktionen an die scheidende WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser zu richten. „Du hast mit sicherer und ruhiger Hand den Tanker WKÖ zu einem leistungsfähigen Schnellboot verwandelt. Die Steigerung der Exporteure von 30.000 auf 60.000 in deiner Amtszeit spricht eine deutliche Sprache. Durch deinen Einsatz wurde die WKÖ innen und außen modernisiert. Der Dank gilt aber auch deinem kollegialen, freundschaftlichen Umgang und deinem zielgerichteten Handeln, dem unsere Wertschätzung gilt“, so der ÖWB-Sprecher abschließend. (PWK483/us)

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