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WKÖ-Wirtschaftsparlament: Erklärungen der Fraktionen

Fachliste Gewerbliche Wirtschaft, Grüne Wirtschaft, SWV, Freiheitliche Wirtschaft, Liste Industrie und Wirtschaftsbund zu Herausforderungen für den Standort Österreich

Wirtschaftsparlament der WKÖ
© WKÖ/Nadine Studeny

In den Erklärungen der Fraktionen im WKÖ-Wirtschaftsparlament standen aktuelle Herausforderungen für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer und für den Standort im Fokus.

Fachliste Gewerbliche Wirtschaft – Neudeck: Echte Arbeit wichtiger als Marketing

Detlev Neudeck von der Fachliste Gewerbliche Wirtschaft (FGW) betonte mit Blick auf die neue WKO-Initiative #schaffenwir, dass Marketing nicht überschätzt werden dürfe. „Wir müssen dorthin zurückkehren, dass man arbeitet und tätig ist. Das müssen wir auch unserer Jugend mit auf den Weg geben“, sagte Neudeck. 

In der Raucherdebatte beklagte er die mangelnde Rechtssicherheit für Unternehmer. Die Betriebe hätten sich auf die durch die ÖVP-FPÖ-Regierung beschlossene Regelung verlassen und erwartet, dass diese auch die gesamte Legislaturperiode über halte. 

Abschließend bedankte sich Neudeck bei allen Mitarbeitern in der WKÖ, sowie den Kollegen und Funktionären, die sehr viel leisteten. Das Service der Wirtschaftskammer habe sich auch trotz sinkender Zahl der Mitarbeiter in den letzten Jahren verbessert. Er hoffe, auch in der nächsten Funktionsperiode wieder im Wirtschaftsparlament vertreten zu sein.

Grüne Wirtschaft – Jungwirth: Maßnahmen, die klimaschonendes Wirtschaften bevorzugen

Für Sabine Jungwirth, Vorsitzende der Grünen Wirtschaft, gehört der Ausbau der beruflichen Aus– und Weiterbildung, verwoben mit einer Strategie für qualifizierte Zuwanderung, zu den wesentlichen Herausforderungen, die es für Österreichs Zukunft jetzt zu bewältigen gilt. Einen Fokus legte sie auf den Klimawandel: „Die Wissenschaft sagt uns, dass wir hier rasch, in den nächsten zehn Jahren, ganz große Schritte machen müssen.“

Wer die österreichische Wirtschaft wirklich voranbringen wolle, müsse sich etwas trauen und dort investieren, wo es wirklich notwendig ist: In Infrastruktur, Gebäudesanierung, den öffentlichen Sektor und umweltschonende Technologien.

„Es braucht Maßnahmen, die klimaschonendes Wirtschaften bevorzugen und befördern.“ Viele heimische Unternehmen seien hier schon lange initiativ und innovativ, sie müssten unterstützt werden. Österreich habe alle Chancen, ein Vorzeigeland in Sachen Klimaschutz zu werden.

FW-Krenn: Erfolgreiche Wirtschaft dank türkis-blauer Reformen – schwarz-grüne Sondierungen lösen Pessimismus bei Unternehmern aus

Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) und WKÖ-Vizepräsident, attestierte ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2019 aufgrund der türkis-blauen Regierung und der umgesetzten Milestoneprojekte. Der eingeschlagene Weg dürfe nicht gefährdet werden. Umwelt und Wirtschaft schließen sich nicht aus, brauchen aber Ausgewogenheit. Es bestehe durchaus Verunsicherung bei Investoren und die Gefahr der Verlagerung von Produktionsstätten, sagte Krenn. 

Es brauche Rechtssicherheit und einen Kompromiss beim Thema Rauchverbot. Die Freiheitliche Wirtschaft wird dazu einen Antrag einbringen und Gleichstellung der Gastronomie zu öffentlichen Einrichtungen und Hotels verlangen. Weiters warne er vor Klimahysterien und der Ausrufung von Klimanotständen.

SWV-Matznetter: „Gesamtinteressen für den Standort in den Vordergrund stellen“

Christoph Matznetter, Vorsitzender des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV), betonte zum demografischen Wandel: „Ein Schwerpunkt einer neuen Bundesregierung muss es zwingend sein, alle Potenziale zu wecken.“ Als offene Exportnation müsse Österreich darum ringen, Fachkräfte zu bekommen, Österreichs Wirtschaft brauche Migration.

Um eine weitere wesentliche Herausforderung, den Klimawandel, bewältigen zu können, müsse das Gesamtinteresse für den Standort im Vordergrund stehen statt Einzelinteressen, appellierte Matznetter. „Hier müssen wir mit Vernunft agieren, nicht orientiert am plakativen Äußeren.“ Als Beispiel nannte Matznetter Widerstände gegen die dritte Piste für den Flughafen Wien Schwechat.

Industrie: Menz erhofft sich Mut und Weitblick von künftiger Regierung

Sigi Menz, Liste Industrie und Obmann der WKÖ-Bundessparte Industrie, erhofft sich von den aktuellen Regierungsverhandlungen Weitblick. Das Interesse der Menschen in diesem Land müsse an vorderster Stelle stehen, Parteipolitik dagegen hintangestellt werden. 

Er betonte zudem die große Rolle der Industrie für den Wirtschaftsstandort: „Die österreichische Industrie zählt zu den weltbesten!“ Von den weit über 100 heimischen Hidden Champions seien mehr als 70 Prozent Industriebetriebe.

Von der neuen Regierung und der Sozialpartnerschaft erwarte er sich eine neue Dynamik und die Umsetzung vieler bekannter Forderungen, darunter die Fortsetzung der Steuerreform, die Entlastung des Faktors Arbeit oder Entbürokratisierung.  

„Der wirkungsvolle Klimaschutz zählt auf Know-how und Technologie“, sagte Menz. Daher brauche es im Energie- und Klimabereich ausreichend Mittel. Außerdem müsse der erforderliche Umbau des Energiesystems kosteneffizient auf marktwirtschaftlichen Prinzipien erfolgen. 

ÖWB-Klacska: Herausforderungen der Zukunft nur mit Wirtschaft zu lösen

„Jetzt werden die Weichen gestellt für die nächsten Jahrzehnte. Der Weg geht entweder in Richtung Anreize und Wahlfreiheit oder Bevormundung. Für uns in der Wirtschaft ist klar, dass Wahlfreiheit im Vordergrund steht. Und ebenso klar ist auch: Die Herausforderungen der Zukunft werden nicht gegen, sondern nur mit und durch die Wirtschaft erreicht werden können“, betonte Alexander Klacska für den Österreichischen Wirtschaftsbund (ÖWB).

Mehr unternehmerische Freiheit brächte auch die dringend notwendige Reduzierung der Steuer- und Abgabenlast, so Klacska. Auch Anreize für den heimischen Kapitalmarkt seien notwendig.

„Wir als Wirtschaft sind bereit, Österreich an der Spitze zu halten oder dorthin zu bringen. Wir fordern von der Politik dafür die Wertschätzung, die den Unternehmen zusteht“.  (PWK570/FS/PM)

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