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WBA im Detail: So geht es der Sparte Gewerbe und Handwerk

Die Detailergebnisse des WKÖ-Wirtschaftsbarometers liefern positive Aussichten.

  • Bei der Auftragslage und beim Investitionsvolumen sind die Befragten aus dem Gewerbe und Handwerk sogar etwas optimistischer als der Durchschnitt aller Sparten.
  • Überdurchschnittliche positive Erwartungen der exportierenden Gewerbebetriebe.
  • Beschäftigung wird stabil gehalten: 62 % geben von einer gleichbleibenden Entwicklung aus.
  • Ersatzinvestitionen dominieren
  • Insgesamt können die Erwartungen für die kommenden 12 Monate nicht das Niveau der Einschätzung der bisherigen Lage erreichen.


    Positive Umsatzerwartungen: 35 % der Unternehmen aus dem Gewerbe und Handwerk gehen von steigenden Umsätzen in den kommenden 12 Monaten aus. 13 % der Unternehmen erwartet einen Rückgang der Umsätze. Der Erwartungssaldo aus positiven und negativen Antworten liegt deutlich unter der Einschätzung der bisherigen Lage (Saldo +43). Wie auch im Durchschnitt aller Sparten erwarten die Unternehmen aus dem Gewerbe und Handwerk, dass der Höhepunkt bereits überschritten ist.  

    Überdurchschnittliche positive Erwartungen der exportierenden Gewerbebetriebe: 45 % der exportierenden Unternehmen rechnen mit Zuwächsen bei den Exporten, weitere 46 % mit einer gleichbleibenden Entwicklung. Der Erwartungssaldo liegt sogar über dem Spartendurchschnitt. 

    Auftragslage positiv: Per Saldo liegen die Erwartungen zur Auftragslage unter dem Niveau der bisherigen Lage. Die Aussichten sind aber dennoch eindeutig positiv und überdurchschnittlich im Vergleich der Sparten (Gewerbe und Handwerk: 20; Sparten-Durchschnitt: 14): 34 % rechnen mit einer steigenden Auftragslage in den kommenden Monaten.  

    Investitionsabsichten über Sparten-Durchschnitt: Rund ein Viertel der Befragten gibt an, das Investitionsvolumen in den kommenden 12 Monaten aufstocken zu wollen. 57 % gehen von einem gleichbleibenden Investitionsvolumen aus. Der Erwartungssaldo erreicht im Gewerbe und Handwerk nicht das Niveau der bisherigen Lage, liegt aber mit einem Wert von 9 über dem Spartendurchschnitt von 3. 


    Die Ergebnisse zu Investitionsanreizen zeigen ein eindeutiges Bild: 77 % der Befragten sprechen sich für eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten aus. An zweiter Stelle folgt eine Senkung der Unternehmenssteuern, die zwei Drittel der Befragten aus dem Gewerbe und Handwerk für notwendig erachten. Ebenfalls einen hohen Wert erreichen die steuerliche Begünstigung von Abschreibungen wie etwa durch eine degressive/ vorzeitige Abschreibung und Verwaltungsvereinfachungen bzw. –beschleunigung. 


    Stabile Beschäftigung: Die Unternehmen aus dem Gewerbe und Handwerk wollen die Beschäftigung überwiegend stabil halten. Mehr als 60 % rechnen in den kommenden 12 Monaten mit einer gleichbleibenden Beschäftigung, 27 % wollen Personal aufstocken.


    Factbox: WKÖ-Wirtschaftsbarometer

    Der WKÖ-Wirtschaftsbarometer ist die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft. An der aktuellen Befragung haben sich über 5.000 Unternehmen aus ganz Österreich beteiligt, die Sonderauswertung für die Sparte Gewerbe und Handwerk umfasst Antworten von 1.996 Unternehmen.

    Alle Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie unter wirtschaftsbarometer.at.

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