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WKÖ-Umweltexperte Streitner: „Brauchen praxistaugliche Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspakets“

Zur Erfüllung der EU-Recyclingquoten braucht es in einem ganzheitlichen Ansatz mehr als Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeverpackungen

Kreislaufwirtschaft
© Envato

"Der ökologische Nutzen steht zwar in keinem Verhältnis zum Aufwand, den der Aufbau eines Parallelsystems zum bewährten österreichischen Sammelsystem verursacht. Doch wir nehmen die Entscheidung der Bundesregierung für das Einwegpfand zur Kenntnis. Nun gilt es für eine praxistaugliche Umsetzung der Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes inklusive des Einwegpfandes und der vorgesehenen Mehrwegquoten zu sorgen“, fordert Jürgen Streitner, neuer Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Vor allem auf kleinere Einzelhändler und Gewerbebetriebe wie zum Beispiel Bäcker oder Fleischer, die oft schon aus Platzgründen keine Rücknahmeautomaten aufstellen können, müsse entsprechend Rücksicht genommen werden.

Zehn-Punkte-Plan für Kreislaufwirtschaft

Dazu kommt, dass nur auf die Getränkeverpackungen zu achten, "zu kurz gedacht ist“, wie Streitner sagt: "Um die EU-Recyclingquoten zu erfüllen, brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Für die Erreichung des EU-Recyclingziels für Kunststoffverpackungen leistet das Einweg-Pfand auf Getränkeflaschen nur einen marginalen Beitrag“, so Streitner. Aus diesem Grund habe die WKÖ gemeinsam mit den einschlägigen Fachverbänden den Zehn-Punkte-Plan für eine alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft erstellt. Dieser setzt am bestehenden Sammelsystem an und sieht dort, wo es nötig ist, Verbesserungen vor. Dadurch werde etwa die Sammlung sämtlicher Kunststoffverpackungen und anderer Wertstoffe im Outdoorbereich und im gewerblichen Bereich erleichtert und gefördert.

Praxistaugliche Einführung der Mehrwegquote in Etappen

Ein Schritt in Richtung Praxistauglichkeit ist aber die etappenweise Einführung von Mehrwegquoten: "Auch wenn wir hier das Prinzip der Freiwilligkeit bevorzugt hätten, gibt das den Unternehmen zumindest Zeit, sich vorzubereiten“, sagt der WKÖ-Experte. „Auch wurden nun einige weitere Neuerungen in der Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes im Zuge der Begutachtung praxistauglicher für betroffenen Branchen gestaltet, wie etwa die Regelung zu Abfalltransporten auf der Schiene oder die Förderung von Abfallvermeidungsmaßnahmen im Elektroaltgerätebereich“.

"Aufgabe einer lösungsorientierten Politik ist es, Rahmenbedingungen und Ziele vorzugeben. Zu definieren, wie diese Ziele effizient erreicht werden, ist Aufgabe der Wirtschaft in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Städten und Abfallverbänden. Die Wirtschaft hat in der Vergangenheit vielfach bewiesen, dass dieser Weg funktioniert, indem alle vorgegebenen Recyclingziele klar erfüllt wurden. Diesen Grundsatz gilt es auch in Zukunft beizubehalten“, so Streitner abschließend. (PWK 487/DFS)

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