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WKÖ-Umfrage: Kunden mit Maklerleistungen sehr zufrieden 

WK-Immobilienwirtschaft erteilt klare Absage an Bestellerprinzip - Situation in Deutschland beweist: System ist untaugliches Mittel für leistbares Wohnen

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Maklerkunden sind grundsätzlich mit den von Maklern erbrachten Leistungen sehr zufrieden. Dies zeigt eine Ende März von marketagent.com durchgeführte, österreichweite Umfrage im Auftrag des Fachverbandes der Immobilientreuhänder deutlich auf. Demnach waren 87 Prozent der befragten Personen, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre ein Immobiliengeschäft über einen Makler abgewickelt haben, mit der erbrachten Dienstleistung eher oder sogar sehr zufrieden. Vier von zehn Personen hatten den Eindruck, dass der jeweilige Makler überwiegend die Interessen des Konsumenten vertritt. Weitere vier von zehn sagen, dass die Interessen ausgewogen vertreten wurden - damit bestätigen acht von zehn, dass der Makler ihre Interessen ausgewogen oder überwiegend vertritt. Von den befragten Personen haben 83 Prozent eine Maklerprovision bezahlt. Über 80 Prozent würden den Makler weiterempfehlen. 

„Die aktuellen Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, dass Arbeit, Fachwissen und Mehrwert von Maklerleistungen von Kunden erkannt und geschätzt werden, und beweisen auch klar, dass der Vorwurf, Makler würden lediglich für die Vermieter Leistungen erbringen, komplett an der Realität vorbeigeht. Hier wird eindeutig versucht, über negative Stimmungsmache politisches Kleingeld auf Kosten einer ganzen Berufsgruppe zu machen. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus,“ kommentiert Georg Edlauer, Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Ergebnisse und erteilt der immer wieder diskutierten Einführung des Bestellerprinzips - dem Wegfall der Maklerprovision für den Mieter – eine klare Absage. 

Beispiel Deutschland zeigt massiv negative Konsequenzen des Bestellerprinzips auf 

„Wie kürzlich veröffentlichte Zahlen aus Deutschland, wo dieses System Mitte 2015 eingeführt worden ist, nun belegen, wären die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Maßnahme fatal und würden auch nicht, wie Politik und Mieterschutzorganisationen oftmals weismachen möchten, das Wohnen leistbarer machen“, warnen Edlauer, Reinhold Lexer, stellvertretender Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, und Michael Pisecky, Wiener Fachgruppenobmann der Immobilientreuhänder. Eine aktuelle Statistik des Hamburger Marktforschungsunternehmens F+B für das dritte Quartal 2016 zeigt, dass der Wohnungsmarkt in Deutschland seit Einführung des Bestellerprinzips um mehr als ein Drittel geschrumpft ist. Waren es im ersten Quartal 2015 bundesweit noch über eine Million Mietwohnungsangebote, so gab es zuletzt nur noch 668.000 Wohnungen, die professionell vermarktet wurden. Zudem sind seit Einführung des Bestellerprinzips in Deutschland die Mieten deutlich stärker gestiegen als in den Vorjahren.

Aktuelle Zahlen des Deutschen Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zeigen, dass in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Mieten bei Neuverträgen im Jahr 2016 um rd. 6,3, bundesweit um rd. 5 Prozent, gestiegen sind. Die Steigerungsrate ist damit doppelt so hoch wie 2015. Lexer: „Zusätzlich zum normalen Preisanstieg rechnen viele Vermieter auch noch die höheren Vermittlungskosten in die Miete ein. Der positive Effekt für einzelne Mieter, die keine Provision mehr zu bezahlen haben, wird auf den gesamten Markt übertragen. Die Konsequenz sind höhere Mieten für alle Neumieter. Das kann nicht Sinn der Sache sein. Wer also in Österreich mit der Idee des Bestellerprinzips hausieren geht, sollte die Menschen auch über die tatsächlichen Konsequenzen informieren.“

Tausende heimische Arbeitsplätze wären bedroht  

Die Folgen der Einführung des Bestellerprinzips für Mieter in Österreich, so Lexer, wären ein Einbruch des Wohnungsangebots, weniger Chancen auf freie günstige Wohnungen, steigende Mieten bei Neuvermietung und der Wegfall von Transparenz und Rechtsicherheit bei Mietgeschäften. „Zudem würden rund 30 Prozent der Maklerunternehmen, darunter zahlreiche Familienunternehmen, durch fehlende Einnahmen mittelfristig in die Pleite getrieben, was den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen bedeuten würde. Insgesamt würde Branche mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes verlieren“, moniert Pisecky. Zusätzlich würden zahlreiche andere Branchen, die direkt oder indirekt vom Minus bei Immobilien-Inseraten betroffen wären, massiv an Umsatzvolumen verlieren, kritisieren die Branchensprecher der Immobilienwirtschaft unisono und fordern anlässlich der ersten Erkenntnisse aus Deutschland ein endgültiges Ende der Diskussion über eine Einführung des Bestellerprinzips in Österreich.

„Die zahlreichen negativen Erfahrungen in Deutschland beweisen eindeutig, dass die kolportierte scheinbare Entlastung für Einzel-Mieter zu einer enormen Verschlechterung der Gesamtsituation am Mietmarkt führen würde und auch massiv negative volkswirtschaftliche Auswirkungen mit sich brächte“, mahnt Edlauer den Blick auf das Wesentliche zu schärfen: „Leistbares Wohnen kann nur dann garantiert werden, wenn ausreichend gebaut wird. Was es braucht, sind Anreize für Investitionen in den Neubau und keine weiteren Restriktionen.“

Lexer und Pisecky unterstreichen abschließend: „Das Prinzip des Maklerwesens ist es, Vermieter und Mieter zusammenzubringen. Daher ist eine Teilung der Vermittlungskosten zwischen beiden Parteien - wie derzeit praktiziert - die fairste und sinnvollste Form, die allen Seiten Rechtssicherheit und Transparenz garantiert.“ (PWK291/ES)

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