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WKÖ-Trefelik begrüßt Absage des BMF zur geplanten Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro

Ankäufe von exklusiven Waren würden zu Lasten der österreichischen Volkswirtschaft empfindlich zurückgedrängt

Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel
© WKÖ/Nadine Studeny

„Der österreichische Handel sieht die Absage Finanzminister Blümels, an die von der EU geplante Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro, sehr positiv. Denn die Obergrenze hätte besonders schwerwiegende Folgen für bestimmte Branchen wie zum Beispiel den Schmuck- und Fahrzeug- oder auch für den Antiquitätenhandel“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zudem würde für den Branchensprecher die Einführung einer Obergrenze die Abschaffung des Bargeldes durch die Hintertür entsprechen. 

Wichtige Spontankäufe von finanzkräftigen Kundenschichten würden durch eine Obergrenze empfindlich zurückgedrängt. Das hätte massive Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft und würde, im Gegensatz zum eigentlichen Sinn der Obergrenze, Steuern, Arbeitsplätze und die Eigenkapitalbasis der Betriebe zum Teil negativ beeinflussen. Zudem könnten Geldwäsche und Schwarzgeldtransaktionen durch die 10.000 Euro-Grenze nicht oder nur unzureichend verhindert werden.

Für die Österreicherinnen und Österreicher ist das Bargeld emotional positiv besetzt. Der Meinung des Finanzministers, dass Bargeld den Menschen "ein Gefühl von Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit" gibt, kann der Obmann der Bundesparte nur zustimmen. Die Einführung dieser Grenze würde daher bei vielen Ressentiments gegenüber der EU nähren. (PWK372/NIS)

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