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WKÖ-Tourismus begrüßt Aufstockung des Saisonierkontingents und Verbesserungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte

Branchenvertreter Seeber, Spreitzhofer, Pulker: "Wichtiger und dringend notwendiger Schritt zur Entlastung des touristischen Arbeitsmarktes"

Team im Hotel hat eine Besprechung
© Adobe Stock | davit85

Nachdem sich der heimische Tourismus nach der Rücknahme der schmerzhaften Coronamaßnahmen zusehends erholt, steht die Branche vor der schwierigen Situation, dass der Aufschwung durch den akuten Mitarbeitermangel stark gebremst wird.

Auf dem Arbeitsmarkt sind sowohl in Österreich als auch innerhalb der Europäischen Union kaum noch Mitarbeiter:innen zu finden. Die WKÖ-Tourismus-Branchenvertreter Robert Seeber, Hans Spreitzhofer und Mario Pulker zeigen sich dementsprechend erleichtert und sehr erfreut über die Aufstockung des Drittstaatensaisonierkontingents um 1.000 Plätze, die heute von der Bundesregierung auf den Weg gebracht und von Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler verkündet wurde. 

"Jeder zusätzlicher Mitarbeiter hilft den Betrieben während der Saison und entlastet die Stammbelegschaft. Wer schnell hilft, hilft doppelt! In diesem Sinne ist es wichtig, dass die Genehmigungsverfahren jetzt rasch abgewickelt werden!"
WKÖ-Bundesspartenobmann Robert Seeber

Die Buchungslage sei aktuell gut, die Nachfrage groß, so Seeber, aber: "Wir lassen wertvolles Potential liegen, da immer noch viele Tourismusbetriebe verzweifelt Mitarbeiter:innen suchen, egal ob in der Küche, im Service oder an der Rezeption. In manchen Betrieben geht der Mangel an Mitarbeiter:innen so weit, dass es nur noch eingeschränkte Speisekarten gibt oder zusätzliche Ruhetage eingelegt werden müssen."

Auch die Novelle zur Rot-Weiß-Rot-Karte bringt inhaltliche und administrative Verbesserungen

"Dies ist ein weiterer Mosaikstein, um dem Mangel an Arbeitskräften entgegenzuwirken", betont der Spartenobmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Weitere strukturelle Maßnahmen werden notwendig sein, um den Bedarf von 30.000 bis 40.000 Mitarbeiter:innen in den Tourismusbetrieben zu decken. Nicht zuletzt erwartet sich Seeber auch durch die Neuausrichtung der gewerblichen Tourismusförderung eine Attraktivierung der Rahmenbedingungen für Mitarbeiter:innen aus Tourismus und Freizeitwirtschaft. 

Auch Hans Spreitzhofer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, unterstreicht: "Die Anhebung des Saisonkontingentes ist ein weiterer wichtiger Schritt, um dem Arbeitskräftemangel in der Branche zu entschärfen. Ergänzt durch die heute im Nationalrat zur Beschlussfassung vorliegende Novelle der RWR-Karte wird diesen Mitarbeiter:innen auch eine Perspektive auf eine dauerhafte Beschäftigung in Österreich gegeben." Regelmäßig beschäftigte Saisonmitarbeiter:innen können sich nach fünf Jahren als "Stammsaisonier" registrieren lassen und so ohne Anrechnung auf das Saisonkontingent saisonal beschäftigt werden. Nach weiteren zwei Jahren wird der Status "Stammmitarbeiter:in" erreicht und ermöglicht eine ganzjährige Beschäftigung in Österreich. Spreitzhofer: "Es ist besonders erfreulich, dass die Politik hier unseren Vorschlag aufgegriffen hat, der mittelfristig dauerhafte Beschäftigung ermöglicht."

Positiv beurteilt auch Mario Pulker, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Gastronomie, die Anhebung des Saisonkontingents und ergänzt: "Mit den heute gefassten Beschlüssen kommen Kellner:innen und Gaststättenfachleute auf die bundesweite Mangelberufsliste, womit für Drittstaatsangehörige der Erhalt der Rot-Weiß-Rot-Karte und damit verbunden eine dauerhafte Beschäftigung im Inland erleichtert wird. Auch diese Maßnahme ist ein weiterer Schritt zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels in der Gastronomie.“
(PWK301/ES)

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