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WKÖ Spitze: Stimme der Wirtschaft gehört - kein Lockdown bis März

Jetzt Klarheit über erste Öffnungsschritte – zusätzliche Unterstützung für Betriebe notwendig

Harald Mahrer und Karlheinz Kopf
© WKÖ/Nadine Studeny

„Auch wenn die Verlängerung des Lockdown um zwei Wochen für die Wirtschaft eine bittere Pille ist, haben unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt eine gemeinsame Perspektive, dass Anfang Februar erste Öffnungsschritte im Handel und bei körpernahen Dienstleistern erfolgen werden“, so Wirtschaftskammer Präsident Harald Mahrer. „Ein Jobvernichtungsprogramm mit einem Lockdown bis tief in den März konnte verhindert werden. Das und eine klare Ansage haben wir gefordert. Denn auch Branchen wie die z.B. Gastronomie und Hotellerie, die aufgrund der virologischen Situation noch länger geschlossen werden, brauchen diese Klarheit.“ „Die Ungewissheit, wie es weitergehen kann, ist für unsere Betriebe Gift. Jetzt haben die Unternehmen Vorlaufzeit, sich auf die Öffnungen vorzubereiten. „Wir tun vonseiten der Wirtschaft selbstverständlich alles Mögliche, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Unsere Betriebe verfügen über ausgezeichnete Hygiene- und Sicherheitskonzepte“, unterstreicht WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf.

„Im Gegensatz zu vor einem Jahr haben wir jetzt viele neue Werkzeuge im Kampf gegen die Pandemie in der Hand. So wurde gemeinsam mit den Sozialpartnern eine umfassende Teststrategie für regelmäßige Berufsgruppentests erarbeitet, die Bundesländer stellen breitflächig Testmöglichkeiten zur Verfügung, Risikogruppen werden bereits geimpft und die Betriebe haben umfassende Präventionskonzepte erarbeitet und umgesetzt. Auch das Tragen von FFP2-Masken wird einen wichtigen Beitrag leisten. Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um Schritt für Schritt gemeinsam den Weg in Richtung Normalität zu gehen.“

„Im Umgang mit der Pandemie geht es immer um eine Güterabwägung. Es dürfen nicht wirtschaftliche und gesundheitliche Interessen gegeneinander ausgespielt werden. Beides ist miteinander verbunden. Genauso wie es die Gesundheit der Menschen braucht, brauchen wir auch gesunde Betriebe sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die endlich wieder arbeiten können“, so Mahrer und Kopf.

Zusätzliche Unterstützung für Betriebe notwendig

„Klar ist, wenn Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Schutz der Menschen nicht arbeiten dürfen, damit wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen, dann ist weitere Unterstützung für die Betriebe notwendig. Wir dürfen trotz der epidemiologischen Lage nicht auf Wirtschaft und Jobs vergessen. Dafür braucht es adäquate Kompensationsleistungen und die Liquidität der Betriebe muss sichergestellt werden“, appelliert Generalsekretär Karlheinz Kopf. „Je länger die Krise dauert, umso länger werden wir die Kosten tragen müssen. Jede Woche Lockdown verursacht nicht nur horrende Kosten, sondern heizt die Arbeitslosigkeit an und gefährdet die Existenz unserer Betriebe“, so Kopf.

Abschließend hält die WKÖ-Spitze fest, dass die Testungen, sowohl von öffentlichen Stellen als auch betriebliche, in der Fläche greifen müssen und die Impfrate so schnell wie möglich gesteigert werden müsse. „Diese Krise verlangt uns allen viel ab, die Kraftanstrengung ist hoch. Dennoch heißt es jetzt durchhalten. Wir appellieren jetzt an alle, ihren Beitrag zu leisten, damit rasch die ersten Öffnungsschritte möglich werden.“

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