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WKÖ-Spitze zu EU-Klimapaket: "EU muss Druck für weltweiten Klimaschutz aufbauen"

Klimawandel macht an EU-Grenzen nicht Halt – durch simples Verteuern der C02-Zertifikate in Europa wird technologische Transformation nicht gelingen

Harald Mahrer und Karlheinz Kopf
© WKÖ/Nadine Studeny

"Die Europäische Kommission hat für 2030 zwar ein sehr ambitioniertes Klimaziel beschlossen. Die heute präsentierten Vorschläge zur Erreichung dieses 55-Prozent-Ziels sind allerdings ungleich weniger ambitioniert", sagt Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Denn viel zu wenig sei die Rede davon, dass die CO2-Betreibung für die wichtigsten Sektoren schrittweise auch außerhalb der EU eingeführt werden muss. "Der Klimawandel macht an den EU-Grenzen nicht Halt. Daher darf es der Klimaschutz auch nicht tun", so Mahrer. Vielmehr sollte die EU im Interesse des globalen Klimaschutzes und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit Druck  für weltweit gültige Klimaschutzmaßnahmen aufbauen.

Das werde aber nicht allein durch Verteuern der CO2-Zertifikate in Europa zu erreichen sein. "Auf diese Weise wird weder die Transformation in der EU gelingen, noch der erfolgreiche Export von klimafreundlicher Technologie durch europäische Betriebe", führt WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf aus. Denn "den Schutz der Arbeitsplätze vor Abwanderung können "Klimazölle" erst dann leisten, wenn sie auch auf unseren relevanten Exportmärkten außerhalb der EU wirksam werden". Daher muss die EU bei der Bekämpfung des Klimawandels Verbündete finden. Es gelte, sich für einen globalen CO2-Mindestpreis stark zu machen sowie Energiepartnerschaften zu schließen.

Mehr Ambition auch bei Wasserstoff gefordert

Mehr Ambition fordert die WKÖ-Spitze aber auch im Hinblick auf Wasserstoff. "Hier muss die EU als Energieunion Initiator, Promoter und auch Financier sein. Wir brauchen eine europäische Wasserstoffinfrastruktur, damit der Industrie und dem Verkehrssektor ab 2030 die Alternative Wasserstoff auch wirklich zur Verfügung steht", so Mahrer. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, sämtliche mögliche Technologien zu nutzen. "Um die Transformation aller Sektoren zu erreichen, müssen wir die uns zur Verfügung stehende Technologievielfalt voll ausschöpfen", fordert der WKÖ-Präsident ein.

Bei den neuen CO2-Zielen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge ist wichtig, "alle Methoden der Emissionsreduktion und -vermeidung als Optionen zuzulassen, neben alternativen Antrieben also auch strom- oder biomassebasierte Treibstoffe. Synthetisches Methan, Biotreibstoffe, Wasserstoff und E-Fuels werden gemeinsam mit E-Mobilität zur Klimaneutralität beitragen. Der Wirtschaft sollte die Auswahl der Technologien überlassen werden, viele Unternehmen gehen auch bereits in einen entsprechenden Weg", betonen Mahrer und Kopf.

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