th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Spitze: "Brauchen mehr Flexibilität und Dynamik am Arbeitsmarkt"

Präsident Mahrer und Generalsekretär Kopf präsentieren Maßnahmenpaket, um Arbeitsmarkt in Schwung zu bringen

WKÖ-Präsident Harald Mahrer (r.) und Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Nadine Studeny

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt schwer erschüttert: Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit hoch und immer noch sind viele Menschen in Kurzarbeit. Gleichzeitig besteht aber weiterhin in vielen Betrieben Fachkräftemangel: In einer aktuellen market-Umfrage geben 51 Prozent der Betriebe an, dass sie nur schwer Fachkräfte finden. "Das zeigt, dass es selbst jetzt Chancen am Arbeitsmarkt gibt. Wir müssen sie durch mehr Bildung, mehr Flexibilität und mehr Dynamik auch nutzbar machen", sagt Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Fest steht dabei: "Wir haben es mit einer Ausnahmesituation zu tun, für die es die richtigen Lösungen braucht."

Der Arbeitsmarkt-Kuchen muss größer, nicht kleiner werden

Dabei gehe es aber nicht darum, die weniger gewordenen Arbeitsplätze aufzuteilen, sondern wieder mehr Arbeitsplätze zu schaffen. "Der Kuchen muss größer werden, nicht kleiner", betont Mahrer. Und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf ergänzt: "Für teure Experimente wie Arbeitszeitverkürzung ist jetzt der falsche Zeitpunkt. Eine solche würde die Wirtschaft schwächen statt stärken." Dabei sei eine gute Wirtschaftsentwicklung Grundvoraussetzung für die Erholung am Arbeitsmarkt. "Nur wettbewerbsfähige Betriebe auf Wachstumskurs sorgen für Arbeit und Wohlstand", betont Kopf.

Die Wirtschaftskammer hat daher einen Maßnahmenmix entwickelt, der für mehr Dynamik am Arbeitsplatz sorgen soll. Die wichtigsten Eckpunkte sind Potenziale durch gezielte Aus- und Weiterbildung zu heben und die Mobilität sowie Flexibilität zu erhöhen bzw. zu fördern.

Qualifizierung, um fit für ein sich änderndes Arbeitsumfeld zu sein

Konkret sollen Arbeitnehmer durch maßgeschneiderte und betriebsnahe Aus- und Weiterbildung fit für neue Chancen gemacht werden, die sich durch ein sich änderndes Arbeitsumfeld ergeben. Auch soll Bildungsteilzeit für KMU interessanter gemacht und die Bildungskarenz plus wiedereingeführt werden, die sich bereits in der Wirtschaftskrise 2009 bewährt hat. "Und besonders wichtig sind eine digitale Grundbildung sowie eine Stärkung der Lehre. Denn die Zahlen zeigen: Lehre macht krisenfest", sagt Kopf. Personen mit Lehr- und BMS-Abschluss, die wegen Corona arbeitslos wurden, haben bereits häufiger wieder einen Job gefunden als Maturanten oder Hochschulabsolventen.  


Zusätzlich braucht es mehr Mobilität, denn am Ost-West-Gefälle hat auch die Krise wenig geändert. "Wenn zwischen einem Arbeitsplatz und keinem Arbeitsplatz 300 Kilometer liegen, dann müssen wir alle dabei helfen, die Mobilität von Arbeitskräften im Land zu erhöhen", fordert WKÖ-Präsident Mahrer. Konkret müsse die überregionale Vermittlung durch das AMS ausgebaut sowie neue Vermittlungsformate wie etwa Speed Recruiting verstärkt eingesetzt werden.

Mehr Flexibilität fürs Homeoffice

Flexible Lösungen soll es auch im Bereich Telearbeit und Homeoffice geben. Wichtig sei dabei das Prinzip der Freiwilligkeit. "Dort, wo Homeoffice funktioniert und gemeinsam gewünscht wird, soll es gefördert und umgesetzt werden", sagt Mahrer.

Zusätzlich braucht es Beschäftigungsanreize, damit sich die hohe Arbeitslosigkeit nicht verfestigt. Denn fest stehe: "Eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit, wie wir sie nach der Krise 2008/09 hatten, darf sich nicht wiederholen. Wir brauchen daher dringend einen Schub in Richtung mehr Flexibilität, Mobilität und Dynamik am Arbeitsmarkt. Nur so entstehen nachhaltig wieder mehr Jobs", betonen Mahrer und Kopf abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Drohnen mit Bergpanorama

Drohnen aus den Tiroler Bergen

Der Drohnen-Bauer twins aus Ampass liefert unbemannte Fluggeräte und dazu passende Services für eine vielfältige Kundschaft – von Erdbauunternehmen und Bergrettung bis hin zu Architektur- oder Tierschutzprojekten.  mehr

Drohnen-Hangar

Boxenstopp für Drohnen

Das Wiener Unternehmen APB-Corporation entwickelt „Garagen für Drohnen“. Die Basisstationen bieten unbemannten Luftfahrzeugen einen Hub zum Starten und Landen sowie eine autarke Service- und Lademöglichkeit.  mehr