th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Schwarzer: Weniger Bürokratie und mehr Fördergeld für Photovoltaikanlagen im Gewerbe erreicht

Anlagenrechtliche Genehmigung nicht mehr erforderlich – ab heuer höhere Förderung für Photovoltaik im Gewerbe - Gleichstellung mit Landwirtschaft 

Photovoltaik
© WKÖ

Die Erfüllung langjähriger Forderungen der Wirtschaftskammer erleichtert die Sonnenstromerzeugung auf betrieblichen Dächern. "2017 hat die WKÖ fünf Forderungen an die Politik gerichtet, nun sind alle realisiert. Der Entfall der Bescheidpflicht und die Öffnung des Energierechts für Gemeinschaftsanlagen wurden in einer Novelle des Ökostromgesetzes als erstes realisiert, 2019 kam das Aus für die Eigenstrombesteuerung. Nun werden auch Forderung Nummer vier und fünf umgesetzt – nämlich mehr Fördergeld sowie die Genehmigungsfreistellung von PV-Anlagen im Anlagenrecht. Letzteres wurde heute bundesweit durch einen Erlass bestätigt, nachdem die Genehmigungsfreistellung sich in der Vollzugspraxis immer mehr durchgesetzt hatte. Damit fällt ein bürokratisches Hindernis für Investitionen der Wirtschaft in die Energiewende weg", freut sich Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich des heurigen Jahreskongresses der österreichischen Photovoltaikwirtschaft. 

Schwarzer: Ende von langen Verfahren und Auflagenvorschreibungen 

Der neue Erlass präzisiert die Genehmigungsfreistellung anhand einfacher Parameter (es wird kein Fluchtweg versperrt, explosive Stoffe werden nicht gelagert, keine unmittelbare Blendung eines Nachbarn). "Wer einen befugten Gewerbetreibenden beauftragt, kann davon ausgehen, dass die Anlage dem Stand der Technik entsprechend ausgeführt wird und ein Genehmigungsverfahren bei der Behörde nicht mehr erforderlich ist. Langwierige Verfahren mit umfassenden Begutachtungen und Auflagenvorschreibungen sollten damit der Vergangenheit angehören", so Schwarzer. Bisher waren Behörden davon ausgegangen, dass sie solche Verfahren durchführen mussten, weil eine PV-Anlage "theoretisch" Nachbarn gefährden oder belästigen könnte. 

Für das Eine-Million-Dächer-Programm ist der Beitrag der Betriebe von hoher Bedeutung, da hier mehr Ertrag erzielt wird als in den Haushalten. Produktionszyklus und Verbrauchsprofil stehen im Einklang. "Im Gewerbe ist Sonnenstrom wegen des hohen Eigenverbrauchsanteils besonders attraktiv", so Schwarzer. Überschussstrom kann ins Netz eingespeist oder in Batterien gespeichert werden. 

Ab 2021 fördert der Klimafonds Gewerbe genauso großzügig wie die Landwirtschaft 

Mit Jahresanfang wurde zudem die WKÖ-Forderung der Gleichbehandlung von Gewerbe und Landwirtschaft bei der Photovoltaik-Anlagen-Förderung realisiert. Erstmals ist die Förderung von PV-Anlagen bis zu 50 Kilowatt unabhängig von der Anlagengröße auch im Gewerbe (bisher nur bis 5 Kilowatt) möglich. Dies bedeutet eine Verzehnfachung der Fördermöglichkeit. Bisher konnten nur PV-Anlagen in der Landwirtschaft in diesem Ausmaß unterstützt werden.  

Photovoltaik-Investitionen wirtschaftlich interessant 

Photovoltaik ist damit nicht nur eine umweltfreundliche Form der Energieerzeugung, sondern auch betriebswirtschaftlich interessant. "Meist wird der Sonnenstrom während der Erzeugungsspitze vom Vormittag bis zum späten Nachmittag unmittelbar im Betrieb verwendet, Strombezug aus dem Netz mit anteiligen Netzgebühren und Abgaben kann ersetzt werden und die Amortisationsdauer ist wesentlich kürzer als die Nutzungsdauer. Das heißt, der Return on Invest stimmt“, betont der WKÖ-Experte. (PWK145/DFS)

Das könnte Sie auch interessieren

Forschungsprämie erhöht

Forschungsaufwendungen mit 14 % gefördert mehr

Envato

Ausbildung mit Aktualitätsgarantie: Ein neuer und sechs überarbeitete Lehrberufe

Zweites Lehrberufspaket des Jahres tritt mit 1. August in Kraft - Ausbildung zum Chocolatier/zur Chocolatière reagiert auf neue Entwicklungen mehr

WKÖ

Mehr Lehranfänger im September: „Wir haben die Krise hinter uns gelassen“

Plus von 4,4 Prozent im ersten Lehrjahr -  WKÖ-Kühnel: „Hätten wir mehr Bewerber, könnten unsere Betriebe noch mehr Lehrstellen besetzen“  mehr