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WKÖ-Schultz zum Frauentag: 130.000 Unternehmerinnen leisten enormen Beitrag für die heimische Wirtschaft

Mit innovativen und kreativen Lösungen gemeinsam den Re-Start schaffen – Kinderbetreuung ausbauen, Eigenkapital stärken, Liquidität schaffen

WKÖ-Vizepräsidentin und FiW-Bundesvorsitzende Martha Schultz
© WKÖ/Marek Knopp

Der internationale Frauentag am 8. März ist ein guter Anlass, um die großartigen Leistungen von Frauen in der Wirtschaft noch sichtbarer zu machen. "Österreichs Frauen sind top ausgebildet, stehen mit beiden Beinen im Erwerbsleben und haben auch das vergangene schwierige Jahr gemeistert", betont Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende der Unternehmerinnenvertretung Frau in der Wirtschaft (FiW). 

Österreichs Wirtschaft wird immer weiblicher, mehr als 130.000 Unternehmerinnen sind eine treibende Kraft für den Wirtschaftsstandort. 2020 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich von einer Frau geleitet und fast jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet. Schultz: "Das ist ein starkes Signal. Unsere Unternehmerinnen leisten einen enormen Beitrag für die heimische Wirtschaft. Die Corona-Krise hat uns weiterhin fest im Griff, aber es zeigt sich gerade jetzt wieder sehr deutlich: Es geht nicht ohne Frauen und ihre Leistungen. Und es ist beeindruckend und motivierend, wie sie innovative und flexible Antworten auf die Herausforderungen finden und gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Krise stemmen. Das gibt Zuversicht." 

Mädchen in der Technik und digitalen Lehrberufen auf dem Vormarsch 

Besonders erfreulich: Mädchen in der Technik und in digitalen Lehrberufen sind auf dem Vormarsch. So lag der Anteil an weiblichen Lehrlingen 2020 etwa in der Lehrberufsgruppe Chemie/Kunststoff bereits bei über 35 Prozent, im Lehrberuf Maschinen/Werkzeug/Metalltechnik hat er sich in den vergangenen 16 Jahren fast verdreifacht - von 3 Prozent 2005 auf 8,4 Prozent 2020. In der Elektrotechnik sind 6,3 Prozent der Lehrlinge weiblich. "Die Digitalisierung beeinflusst die Arbeitswelt massiv und führt zu neuen Berufsbildern. Der stetige Aufwärtstrend beim Mädchenanteil in diesen Bereichen freut mich sehr. Denn Fakt ist: Frauen und Mädchen können Technik mindestens so gut wie Männer", erklärt Schultz. 

Vereinbarkeit von Job und Familie leider meist immer noch Frauensache 

Frauen haben nicht nur bei den Maturaabschlüssen die Nase vorn. Sie streben auch – und zwar öfter als Männer - nach einer höheren Ausbildung. 2019 hatten 45,6 Prozent der Frauen einen tertiären Bildungsabschluss, im Vergleich zu 39,3 Prozent bei den Männern. "Frauen in der Wirtschaft sind klar auf der Überholspur. Diese Realität muss auch entsprechend berücksichtigt werden", fordert Schultz. Die Corona-Krise habe zum Beispiel einmal mehr die Bedeutung und auch die Mängel in der Kinderbetreuung aufgezeigt. „Es sind leider meist immer noch die Frauen, die den schwierigen Spagat zwischen Beruf und Familie zu meistern haben. Dazu kommen jetzt noch Home-Office und Home-Schooling. Eine enorme Herausforderung für alle Frauen, die im Berufsleben stehen", so Schultz. 

Schultz: Kinderbetreuung muss österreichweit ausgebaut werden 

"Ganz oben auf unserer Agenda steht deshalb die rasche Verbesserung der bundesweiten Kinderbetreuungssituation – und zwar flexibel, ganztätig und ganzjährig. Die Angebote müssen mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern einhergehen - und qualitätsvoll sein", betont die oberste Unternehmerinnen-Sprecherin und fordert: "Es braucht einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, denn eine funktionierende Kinderbetreuung ist wesentlich. So können Eltern ihre Karriere weiter planen – Mütter und Väter.“ 

Unternehmerinnen unterstützen - Eigenkapital stärken – Liquidität schaffen 

Die Erfolgsformel, um die Unternehmerinnen in der Corona-Pandemie durch die kommenden Monate zu bringen, skizziert Schultz wie folgt. "Neben der akuten Krisenbewältigung müssen wir die Unternehmerinnen für den Aufschwung rüsten, insbesondere durch die Stärkung des Eigenkapitals.“ Frau in der Wirtschaft fordert daher die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags. Damit kann Kapital mobilisiert und Liquidität für Investitionen geschaffen werden, besonders auch für Investitionen in der Region. Schultz: "Wir fordern, dass private Beteiligungen an Neugründungen oder an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis zu einer Höhe von 100.000 Euro als Freibetrag über fünf Jahre absetzbar sind." 

Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist ein starkes Netzwerk für selbstständige Frauen – von der Kleinstunternehmerin bis zur Topmanagerin. FiW vertritt die Interessen von über 130.000 österreichischen Unternehmerinnen und unterstützt mit umfassendem Service unternehmerischen Erfolg. (PWK114/ES)

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