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WKÖ-Präsident Mahrer: „Wir wollen aufzeigen, was Österreich jetzt braucht“

WKÖ-Wirtschaftsparlament - vier zentrale Herausforderungen für den Standort, denn „lokaler Eiertausch ist nicht die Lösung“ 

WKÖ-Präsident Harald Mahrer beim Wirtschaftsparlament
© WKÖ/Nadine Studeny WKÖ-Präsident Harald Mahrer beim Wirtschaftsparlament

Die demografische Entwicklung, die den Arbeitsmarkt austrocknen lässt, der technologische Wandel, der die Betriebe vor große Herausforderungen stellt – die österreichische Wirtschaft stehe vor einer Weggabelung, sagt Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Es geht darum, ob wir uns Richtung Dunkelheit oder Licht, Richtung eines engen bürokratischen Korsetts oder hin zu einer Zukunft bewegen, in der sich die Unternehmen entfalten können. Wir wollen daher aufzeigen, was Österreich jetzt braucht“, betonte Mahrer in seinem „Bericht zur Lage der österreichischen Wirtschaft“, den er heute vor dem Wirtschaftsparlament in der WKÖ präsentierte. Dabei nannte er vier zentrale „Inputfaktoren einer Gleichung“, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes entscheidend sei. 

Stärkung der betrieblichen Ausbildung

Dazu zählt zum einen der Bereich Humankapital. „Hier verlangen wir von einer künftigen Bundesregierung, wie auch immer diese aussehen wird, dass der beruflichen Aus- und Weiterbildung ein wesentlich größerer Stellenwert eingeräumt wird als bisher“, sagte Mahrer. Konkret müssten Image und Reputation der Lehre verbessert sowie finanzielle Anreize gesetzt werden, damit die Betriebe ihrer Ausbildungsfunktion auch weiterhin nachkommen können. Gleichzeitig betonte Mahrer: „Damit alleine können wir den Fachkräftemangel aber noch nicht lösen. Wir brauchen zusätzlich eine Strategie für Qualifizierte Zuwanderung.“

Technologieneutralität forcieren

Als zweiten entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft nennt der WKÖ-Präsident die Frage, wie wir mit Technologien umgehen, denn letztlich werden sich jene Technologien durchsetzen, die vom Preis-Leistungs-Verhältnis für alle am attraktivsten sind. „Dabei ist Technologieneutralität ein ganz wichtiges Stichwort. Ob das langfristig zum Beispiel im Bereich Verkehr die Elektromobilität sein wird, weiß heute noch keiner“, so Mahrer. Es gehe darum, auf die Innovationskraft der Unternehmen zu vertrauen.

Umgang mit Ressourcen und mit Kapital

Drittens komme es künftig mehr als heute auf den Umgang mit Ressourcen an, etwa mit Energie. Und als vierten wichtigen Faktor nennt Mahrer den Faktor Kapital. „Wir haben es in Österreich mit einem unterentwickelten Kapitalmarkt zu tun. Hier brauchen wir völlig neue Konzepte“, forderte Mahrer. Diese seien sowohl im Bereich Risikokapital als auch im Bereich der Daseinsvorsorge - Stichwort: langfristige Finanzierung des Pensionssystems -notwendig. 

Abschließend hält der WKÖ-Präsident fest, dass wir mehr unternehmerische Freiräume und Anreize und keine Korsette und Bestrafung brauchen. Eine Politik die auf Sicht mehrere 100.000 Arbeitslose generiere, sei zutiefst unsolidarisch und unsozial. „Die Devise ist Entlastung statt Belastung, denn so können Arbeitsplätze gesichert und der Wohlstand und die Zukunft unseres Landes gesichert werden. Mit lokalem Eiertausch wird dieser Standort nicht überleben“, so Mahrer.

Die Politik ist gefordert für einen ordnungspolitischen Rahmen zu sorgen, der die Unternehmen relevante Zukunftsfragen lösen lässt. Mahrer: „Wenn einer künftigen Bundesregierung das gelingt, dann bin ich überzeugt, dass unsere Unternehmen das schaffen.“ (PWK569/DFS)

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