th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Präsident Mahrer zu Brexit: "Nun gibt es Klarheit für Betriebe"

Wirtschaft wünscht sich möglichst enge Anbindung des Vereinigten Königreichs an die EU – WKÖ bietet Betrieben mit Brexit-Infopoint weiterhin Information, Service und Beratung 

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer präsentiert die „Agenda EU 2019-2024“
© WKÖ/DMC

„Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs kann natürlich niemanden freuen, aber zumindest gibt es jetzt Klarheit. Die lange Unsicherheit hat ein Ende, die Betriebe wissen endlich, woran sie sind“, kommentiert Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer das grüne Licht des britischen Unterhauses für einen geordneten Brexit.  

Das Vereinigte Königreich verlässt damit am 31. Jänner 2020 die Europäische Union. Zugleich tritt eine Übergangsphase in Kraft. Dadurch bleibt in den Wirtschaftsbeziehungen bis Ende 2020 de facto alles beim Alten. „Das Vereinigte Königreich ist noch 11 Monate lang Teil des EU-Binnenmarkts und Teil der Zollunion. Für österreichische Unternehmen gibt es solange keine Änderungen in der Geschäftstätigkeit“, betont Mahrer.  

EU-Regeln bleiben während der Übergangsphase anwendbar

Das bedeutet im Klartext: EU-Unternehmen können wie bisher reibungslos im Rahmen der Warenverkehrsfreiheit nach UK liefern, sie müssen weiterhin keine Zollformalitäten erledigen oder Einfuhrumsatzsteuer zahlen und auch Dienstleistungs- und Personenfreizügigkeit bleiben aufrecht. Dadurch ist es nach wie vor möglich, Fachkräfte in das Vereinigte Königreich zu entsenden. Und auch alle bestehenden – und neu geschaffenen - EU-Regeln bleiben während der Übergangsphase, die bei Bedarf bis Ende 2022 verlängert werden kann, im Vereinigten Königreich anwendbar.  

Dessen ungeachtet schlägt die Stimmung österreichischer Unternehmen vor Ort offenbar um: Nach einer aktuellen Umfrage der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unter heimischen Niederlassungen in UK erwarten 56 Prozent der Befragten, dass sich aus Sicht ihres Betriebs die Wirtschaftslage und das allgemeine Wirtschaftsklima in den kommenden 12 Monaten verschlechtert. Für das vergangenen zwölf Monate bemerkten das nur 40 Prozent. 

Vereinigtes Königreich bleibt wichtiger Handelspartner

„Brexit hin oder her: UK ist und bleibt für uns ein wichtiger Handelspartner und Absatzmarkt. Wir wollen daher für die Zukunft eine möglichst enge Anbindung des Vereinigten Königreichs an die EU, sprich einen umfassenden Handels-Deal“. Sollte ein umfassendes Handelsabkommen in den nächsten 11 Monaten nicht zu schaffen sein, sollte aus Sicht der WKÖ unbedingt die im Brexit-Abkommen verankerte Möglichkeit genutzt werden, die Übergangsphase zu verlängern.  

Für Österreichs Wirtschaft geht es beim Vereinigten Königreich um den neuntwichtigsten Exportmarkt, den Top-5-Markt für rot-weiß-rote Dienstleistungen und um rund 250 Auslandstöchter heimischer Unternehmen, die in Großbritannien über 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Weitere rund 250 österreichische Betriebe exportieren in großem Stil nach UK, tausende kleinere sind dort sporadisch im Geschäft. 

Die Wirtschaftskammer bietet heimischen Unternehmen mit dem Brexit-Infopoint (wko.at/brexit, E-Mail: brexit@wko.at) weiterhin Information, Beratung und Service.

(PWK610/SR)

von

Das könnte Sie auch interessieren

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf

Kopf: Arbeit schaffen, nicht subventioniert reduzieren

"Solidaritätsprämienmodell" altbekannt – generelle oder verpflichtende Anwendung kategorisch abgelehnt – brauchen nachhaltige Arbeitsmarktkonzepte mehr

SPIK - Sozialpolitik informativ & kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 28.9.2020 mehr