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WKÖ-Lebensmittelhandel: Ja zur ökologisch und ökonomisch besten Sammlung von Plastikflaschen, Nein zu teurem Pfandsystem

Forderung nach ganzheitlichem Konzept für alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft - Einwegpfand mit massiven volkswirtschaftlichen Kosten für Handel und Konsumenten

Plastikflaschen
© Arshad Pooloo / Unsplash
Anlässlich des heute stattfindenden Stakeholder-Dialogs „Einwegpfand“ mit dem Sektor Handel im Bundesministerium für Klimaschutz erneuert der österreichische Lebensmittelhandel seine Forderung nach der Umsetzung der ökologisch, wirtschaftlich und sozial besten Lösung zur Erreichung der EU-Ziele zur getrennten Sammlung von Plastikflaschen. 
 
„Der Lebensmittelhandel unterstützt vorbehaltlos das Ziel, bis 2029 österreichweit 90% aller PET-Flaschen getrennt zu sammeln. Zu diesem Zweck hat die Wirtschaftskammer Österreich ein ganzheitliches Konzept für eine optimale Kreislaufwirtschaft vorgelegt, mit dem nicht nur die EU-Sammelquote von 90% erreicht werden kann. Dessen Umsetzung kommt volkswirtschaftlich auch um mindestens 60 Millionen Euro jährlich günstiger als ein Pfandsystem“, so Julius Kiennast, Obmann des Lebensmittelhandels in der WKÖ.
 

Vorrangig sollte es zu einer österreichweit einheitlichen Regelung der getrennten Sammlung von Plastikflaschen, Dosen und anderen Wertstoffen kommen. Zudem sollen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Spitälern, Amtsgebäuden oder Unis flächendeckend getrennte Wertstoffbehälter aufgestellt werden und auch der Freizeitkonsum durch das Aufstellen von entsprechenden Behältern auf Spielplätzen, Wanderwegen und Radwegen mitbedacht werden. 

Zehn-Punkte-Plan für eine alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft

„Die Einführung eines Einwegpfandes wäre für den Lebensmittelhandel jedenfalls mit enormen finanziellen, personellen und logistischen Mehrbelastungen verbunden“, so Kiennast weiter. „Insbesondere für kleine Händlerinnen und Händler wäre diese Mehrbelastung wirtschaftlich nicht tragbar. Im europäischen Vergleich ist Österreichs Gemeindestruktur im ländlichen Raum äußerst kleinstrukturiert – oftmals mit nicht mehr als 1.000 Einwohnern pro Ort. In diesen Gemeinden werden vielfach kleine Nahversorgungsgeschäfte von selbstständigen Kaufleuten erfolgreich betrieben, was wesentlich zur Lebensqualität der örtlichen Bevölkerung beiträgt. Ihre Existenz wäre durch die Einführung eines Einwegpfands massiv gefährdet, denn sie stünden vor der Wahl, entweder wirtschaftlich untragbare Investitionen durchzuführen oder einen Rückgang der Kundenfrequenz in Kauf nehmen zu müssen, wenn sie von der Rücknahmeverpflichtung ausgeschlossen werden“, betont Kiennast. 
 
„Das von der WKÖ vorlegte ganzheitliche Konzept sieht stattdessen einen bundesweiten Ausbau der getrennten Sammlung von Plastikflaschen, Dosen und anderen Wertstoffen vor, mit dem die EU-Sammelziele erreicht werden können – und dies ganz ohne ein teures Pfandsystem“, so Kiennast. Die Eckpunkte des insgesamt 10 Punkte umfassenden Konzepts der Wirtschaftskammer Österreich sind hier abrufbar. (PWK424/JHR)

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