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WKÖ-Lebensmittelhandel: Ja zu ambitionierten Mehrwegquoten. Nein zu Mehrbelastungen für kleine Lebensmittelhändler durch Einwegpfand

Obmann Prauchner: Digitale Anreizsysteme zur Nutzung bestehender Sammelinfrastruktur als Teil eines Gesamtkonzepts für Umwelt, Konsumenten und Nahversorger

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© iStock

„Seit Jahrzehnten bietet die Mehrheit des heimischen Lebensmittelhandels ein breites Sortiment an Getränken in Mehrwegverpackungen an und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, erklärt Christian Prauchner, Obmann des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Der Lebensmittelhandel unterstützt daher das Ziel von Bundesministerin Gewessler, den Mehrweganteil in Österreich weiter zu steigern, um Abfall zu vermeiden“, so Prauchner weiter.  

„Für die gleichzeitig erforderliche Steigerung der Sammelquoten für PET-Flaschen sprechen wir uns für ein ganzheitliches Kreislaufkonzept aus, das nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für die tausenden kleinen, selbständigen Kaufleute in Österreich tragfähig ist. Die Einführung eines teuren und komplizierten Einwegpfandsystems im stationären Handel wäre insbesondere für kleine, selbständige Lebensmittelhändler mit massiven Mehrbelastungen und Wettbewerbsnachteilen gegenüber großen Mitbewerbern verbunden. Einem politischen Abtausch auf Kosten kleiner Händler werden wir daher nicht zustimmen“, so Prauchner weiter.  

Massive Wettbewerbsnachteile für kleine Händler  

„Während große Handelsunternehmen mit großen Verkaufsflächen - oft am Ortsrand mit Parkplätzen -  ein Rücknahmesystem vergleichsweise einfach und effizient umsetzen könnten, wären selbständige Händler mit kleineren Flächen wirtschaftlich massiv benachteiligt, da ein viel höherer Anteil ihrer Verkaufsfläche – um damit ihres Umsatzes - für die Rücknahmeinfrastruktur verloren gehen würde“, zeigt sich auch Wolfgang Benischko, Vize-Obmann des Lebensmittelhandels der WKÖ und selbst Betreiber zweier kleiner Nah & Frisch Geschäfte in Oberösterreich, besorgt. 

„Teilweise haben kleine Nahversorger, beispielsweis in Ortszentren, aus baulichen Gründen überhaupt keinen Platz für die Rücknahmeautomaten und die erforderliche Lagerfläche. Auch wären die Kosten für die Anschaffung von Rückgabeautomaten für kleine Händler im Vergleich zu ihrem Umsatz massiv höher. Kleine Händler wären somit gegenüber großen Händlern deutlich benachteiligt. In einem ohnehin schon stark konzentrierten Markt müssen weitere Belastungen für kleine Händler verhindert werden“, so Benischko weiter.

Beste Lösung für Umwelt, Konsumenten und kleine Nahversorger umsetzen 

„Anstatt kleine Nahversorger, die ohnehin schon in einem intensiven Wettbewerb stehen und mit geringen Margen kämpfen, zusätzlich mit einem komplizierten Einwegpfand zu belasten, sprechen wir uns dafür aus, die bereits bestehende Sammelinfrastruktur in Österreich weiter auszubauen und für die Rückgabe von Einwegflaschen und Dosen zu nutzen“, erklärt Christof Kastner, Vize-Obmann des Lebensmittelhandels der WKÖ. „Laut aktuellen Angaben der ARA stehen den Konsumenten in Österreich schon heute rund um die Uhr zwei Millionen Abgabemöglichkeiten für die Sammlung von Kunststoffverpackungen zur Verfügung. Mit innovativen digitalen Lösungen, wie sie aktuell bereits getestet werden, können wir diese wertvolle Infrastruktur nutzen, um Millionen Rückgabepunkte für Dosen und PET-Flaschen zu schaffen. Gleichzeit benötigen wir den Ausbau der Sammelinfrastruktur auch dringend für die Umsetzung der EU-Recyclingziele für alle Kunststoffverpackungen, sonst drohen Österreich saftige EU-Strafen“, so Kastner weiter. „Mit diesem gesamtheitlichen Konzept erreichen wir nicht nur gleichzeitig beide EU-Kreislaufziele, sondern auch ein hohes Maß an Komfort und Bequemlichkeit für unsere Konsumenten und vermeiden darüber hinaus eine massive Belastung kleiner Nahversorger durch ein teures und aufwendiges Rückgabesystem im Handel“, so Kastner abschließend. (PWK471/NIS)

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