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Lebensmittelgewerbe: Recycling muss alltagstauglich sein

Bundesinnungsmeister Willibald Mandl: Klein- und Mittelbetriebe würden mit teurem Pfandsystem über Gebühr belastet. Ganzheitliches Sammelsystem funktioniert.

Plastikflaschen
© Arshad Pooloo / Unsplash

Ressourcen schonen und damit zugleich Kosten sparen: Das österreichische Lebensmittelgewerbe fühlt sich diesen Zielen der Kreislaufwirtschaft voll und ganz verpflichtet. In den vielen heimischen Klein- und Mittelbetrieben mit ihrer starken regionalen Verankerung ist nachhaltiges Wirtschaften nicht nur ein Schlagwort, sondern wird tagtäglich gelebt. 

Abfallvermeidung ist ein Gebot der Stunde, sie muss aber alltagstauglich sein. Mit dem ganzheitlichen Modell, das die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vorschlägt, können die abfallpolitischen Zielvorgaben erreicht werden, ohne tausende Unternehmen mit einem teuren und in der Abwicklung komplizierten Pfandsystem zu belasten. 

„Wir müssen schon am Boden der Realität bleiben“, appelliert Willibald Mandl, Bundesinnungsmeister des Lebensmittelgewerbes in der WKÖ und Fleischermeister in Ternberg (OÖ): „Unsere Betriebe haben weder das Personal, noch die logistischen oder räumlichen Möglichkeiten, um die Rücknahme und Lagerung von Pfandverpackungen – wo immer sie gekauft wurden - abzuwickeln.“ 

Mehrkosten durch Pfandsystem

WKÖ-Berechnungen zufolge würde ein Pfandsystem über 60 Mio. Euro Mehrkosten pro Jahr verursachen. Das wäre eine Gefährdung der Nahversorgung durch die 1.448 Bäcker, 1.215 Fleischer und 1.332 Konditoren in Österreich, die durch den starken Wettbewerbsdruck und die Coronakrise schon jetzt über Gebühr belastet werden.  

Ganzheitliches Sammelsystem funktioniert

„Wir haben in Österreich erfreuliche Beispiele, die zeigen, dass das ganzheitliche Sammelsystem funktioniert“, sagt Mandl: „Im Burgenland, in Tirol oder in Vorarlberg werden die verbindlichen EU-Sammelquoten für Kunststoff-Getränkeflaschen jetzt schon – und zwar ohne Pfand – erfüllt. Daran sollten wir uns österreichweit ein Vorbild nehmen.“ 

Damit wäre auch gewährleistet, dass die Kunststoffverarbeiter in ausreichendem Maß jene Rohstoffe erhalten, die sie zur Weiterverwertung benötigen. 

Das WKÖ-Recycling-Modell umfasst zehn Punkte für eine alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft, das Betriebe, Haushalte und den Außer-Haus-Konsum einbindet und vermeidet, dass Wertstoffe als Müll entsorgt werden.(PWK353/HSP)

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