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WKÖ-Lebensmittelgewerbe: "Unsere Mitarbeiter sind keine Pfand-Automaten"

Bäcker, Fleischer und Konditoren warnen vor realitätsfernen Scheinlösungen - Klein- und Mittelbetriebe haben für aufwändiges Pfandsystem weder Platz, Zeit noch Geld.

Plastikflaschen
© Arshad Pooloo / Unsplash

Das heimische Lebensmittelgewerbe warnt vor einer drastischen Überlastung der klein- und mittelgroßen Betriebe durch ein aufwändiges Pfandsammelsystem. Der am Donnerstag präsentierte Pfandautomat ist eine Scheinlösung, die für die 1.448 Bäcker, 1.215 Fleischer und 1.332 Konditoren in Österreich völlig unrealistisch ist und nicht in Frage kommt, sagt Josef Schrott, stv. Bundesinnungsmeister des Lebensmittelgewerbes in der Wirtschaftskammer Österreich. 

"Unsere Mitarbeiter sind keine Automaten. Es mag sein, dass eine Maschine anhand des Codes rasch nicht-pfandberechtigte Flaschenfabrikate ausscheiden kann, die zum Beispiel aus dem Ausland stammen. Unsere Verkaufskräfte wollen ihre Aufmerksamkeit unseren Kundinnen und Kunden widmen und nicht unleserliche Flaschencodes kontrollieren. Das wäre für uns eine erhebliche Verlustquelle", warnt Schrott, der als Bäckermeister selbst drei Filialen und einen mobilen Marktwagen betreibt.  

"Es ist klar, dass ein großer deutscher Handelsdiskonter alle Möglichkeiten hat, um in seinen Filialen große Pfandautomaten aufzustellen. Unsere Realität sieht so aus, dass Verkaufsräume mit gerade einmal 20 Quadratmetern in Altbauten keine Seltenheit sind. Diese vielen Kleinbetriebe sind aber für die lokale Nahversorgung der Österreicherinnen und Österreicher mit hochqualitativen Lebensmitteln überaus wichtig, wie sie in der Corona-Krise eindrucksvoll bewiesen haben. Wo sollen die einen Pfandautomaten aufstellen? Oder Sammelbehälter für die verschmutzten Flaschen? Von den anfallenden Kosten, und hygienischen Gesichtspunkten und dem Geruch gar nicht zu reden", so Schrott. 

Würden kleine Betriebe von der Rücknahmeverpflichtung ausgenommen, wäre damit nichts gewonnen - im Gegenteil, damit drohten herbe Umsatzverluste. "Das wäre ein trojanisches Pferd für uns, weil damit Kundenfrequenz für unsere Verkaufsstellen verloren ginge. Dabei liegt eine praktikable Lösung auf dem Tisch: Es gibt Bundesländer, in denen das bestehende Sammelsystem schon jetzt vorbildlich funktioniert – dieses gilt es bundesweit konsequent zu verfolgen. Ein teures Plastikpfandsystem wird die Probleme hingegen nicht lösen", sagt Schrott und verweist auf das Recycling-Modell, das die WKÖ vorgeschlagen hat, um die EU-Sammelquoten zu erfüllen. (PWK040/HSP)

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