th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Lebensmittelgewerbe mahnt realistische Vorschläge zur PET-Sammlung ein

Stv. Innungsmeister Josef Schrott: "Kein existenzgefährdendes Pfandsystem auf dem Rücken tausender kleiner Nahversorger"

Plastikflaschen
© Arshad Pooloo / Unsplash

Das heimische Lebensmittelgewerbe unterstützt das Ziel, die Recyclingquoten von PET-Flaschen in Österreich zu verbessern, mahnt allerdings realistische und praktikable Vorschläge ein. Das aufwändige und teure Konzept eines Pfandsystems, das eine PET-Rücknahme in den Verkaufsstellen vorsieht, gehöre nicht dazu, betont Josef Schrott, stv. Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich. Er vertritt die Interessen von rund 6.800 überwiegend kleinen Lebensmittelbetrieben wie Bäcker, Fleischer, Konditoren sowie Getränkehersteller, die ohnehin unter massivem Konkurrenzdruck stehen und stark unter der Corona-Pandemie leiden.

"Die Lasten wären mit solch einem Pfandsystem völlig ungleich verteilt. Uns ist unverständlich, warum die Kosten und der Aufwand ausgerechnet auf uns abgeladen werden sollen", so Schrott. Das Konzept sei in der Praxis schlicht und einfach nicht umsetzbar: "Wir haben in unseren überwiegend kleinen Verkaufsräumen weder den Platz noch das Geld, um Pfandautomaten aufzustellen oder Stätten zur Zwischenlagerung einzurichten - ganz abgesehen vom hygienischen Aspekt und der drohenden Geruchsbelästigung. Und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben auch nicht die Zeit, um anhand von Codes zu kontrollieren, ob eine Flasche pfandtauglich ist oder nicht." 

Nahversorgern droht Verlust an Kundenfrequenz

Der Vorschlag, kleine Betriebe von der Rücknahmeverpflichtung auszunehmen, würde für die Nahversorger zum Eigentor, warnt Schrott. "Damit würden wir massiv an Frequenz verlieren und die Kundenströme einmal mehr in Richtung der großen Verkaufseinheiten umgelenkt." 

Schrott befürwortet stattdessen, das bereits bestehende Sammelsystem auszubauen und an den österreichweit führenden Best-practice-Beispielen zu orientieren, so wie das der Zehn-Punkte-Plan der WKÖ für eine alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft vorsieht. Dabei würden die privaten Haushalte, die Unternehmen, aber auch der Außer-Haus-Konsum besser in die bestehenden Sammel- und Recycling-Angebote eingebunden – und es wären die Lasten fair und ausgewogen verteilt.

(PWK093/HSP)

Das könnte Sie auch interessieren

Metalltechnische Industrie: Forderungspaket der Gewerkschaften würde bis zu 10 % Mehrkosten bedeuten

Erste KV-Verhandlungsrunde sachlich und konstruktiv verlaufen, aber noch ohne Ergebnis mehr

Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Pensionskassen: Plus 5,55 Prozent am Ende des dritten Quartals 2021

Aufwärtstrend in Österreich, Europa und der Welt wurde genutzt - Pensionskassen erzielen weitere Erhöhung der Performance mehr