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WKÖ-Kühnel: Ein starkes und gesundes Europa muss auch digital fit sein

Digitale Bildung und Europäischer Forschungsraum: Die Wirtschaftskammer unterstützt den EU-Aktionsplan und verwirklicht innovative Projekte, vom CodingDay bis zur virtuellen Lernplattform.

Coding Day
© WKÖ

Digitale Bildung und Forschung sind die Erfolgsfaktoren Nummer 1, damit Europa im globalen Wettbewerb bestehen kann: Die Themen müssen deshalb eine zentrale Rolle im europäischen Wiederaufbauplan (EU Recovery Plan) einnehmen. 

Digitale Kompetenzen sind aber generell unverzichtbar in der beruflichen Aus- und Weiterbildung geworden. Wie die Covid-19-Krise gezeigt hat, sind diese Fähigkeiten in allen Lebensbereichen und für alle Altersgruppen relevant. 

Mindestens 70 Prozent der erwachsenen EU-Bevölkerung sollen bis 2025 über digitale Basiskenntnisse verfügen, lautet ein Ziel. Die Europäische Kommission hat – auf Basis der Erfahrungen der Covid-19-Pandemie – ihren Aktionsplan für digitale Bildung überarbeitet. Am Mittwoch wurde dieses Papier präsentiert, gemeinsam mit Vorhaben zur Stärkung des Europäischen Bildungsraums und des Europäischen Forschungsraums (European Research Area). 

Von Jung bis Alt 

"Der Aktionsplan Digitale Bildung ist ein wichtiges Instrument, um Europa für die digitale Transformation fit zu machen. Wir teilen die Einschätzung, dass digitale Bildung sehr breit verstanden werden muss. Das umfasst alle Ebenen, sei es das Schulsystem, die Berufsausbildung, den Hochschulsektor oder auch die Erwachsenenbildung", sagt Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

Höhere Investitionen in die IT-Bildungsinfrastruktur sind nötig, damit sei es aber nicht getan: Vielmehr gehe es darum, hochwertige digitale Bildungsinhalte zu entwickeln, die Lehr- und Ausbildungspersonen weiterzubilden sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu setzen. 

Leuchtturm Lernplattform 

"Die Wirtschaftskammer setzt schon jetzt zahlreiche Initiativen zur digitalen Bildung und es kommen laufend weitere dazu", sagt Kühnel. Sei es der WKÖ-CodingDay, der hunderte Schülerinnen und Schüler von der Volksschule bis zur Oberstufe motiviert, sich mit Robotik, Programmierung und Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen. Oder sei es der Hackathon, bei dem schon nächste Woche fast hundert Lehrlinge aus 20 Unternehmen innovative Apps für ihr Unternehmen entwickeln. 

Im Rahmen der WKO Bildungsoffensive werden neue digitale Angebote für die Berufsorientierung konzipiert. Mit dem Leuchtturm-Projekt einer Virtuellen Lern-Plattform wird die WKO in einem One-Stop-Shop alle digitalen Bildungsangebote aus der Wirtschaft für die Wirtschaft zugänglich machen. 

Grundkompetenzen nötig 

Aus Sicht der WKÖ sind europäische Benchmarks in der allgemeinen und beruflichen Bildung, wie sie der Europäische Bildungsraum vorsieht, höchst willkommen. Besonders wichtig ist für Österreich die Sicherstellung der Grundkompetenzen, da mangelnde Basiskenntnisse von Pflichtschulabsolventinnen und -absolventen oft eine der größten Herausforderungen darstellen.  

Eine Aufgabe für den Europäischen Bildungsraum wäre es aber auch, nach der Bewältigung der Corona-Krise Mobilität wieder für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrlinge und Fachkräfte zu ermöglichen. Der Erwerb von interkulturellen Kompetenzen und Sprachkenntnissen wäre ein wichtiges Signal für die stark vernetzten und exportorientierten europäischen Mitgliedstaaten und Volkswirtschaften. 

"Gerade jetzt haben alle Mitgliedstaaten ein starkes Interesse daran, das Potenzial der Bildung als Motor für Beschäftigung, Wachstum und sozialen Zusammenhalt bestmöglich auszuschöpfen. Dafür gilt es, die digitalen Möglichkeiten rundum zu nützen", sagt Kühnel.  

Forschungsraum vertiefen 

Der Europäische Forschungsraum geht zurück auf das Jahr 2000 und hat sich seitdem deutlich weiterentwickelt. Die Initiative zielt darauf ab, die Forschungs- und Innovationssysteme der EU-Mitgliederstaaten besser zu integrieren und so die wissenschaftliche Kooperation zu vertiefen – etwa über die verstärkte Mobilität von Wissenschaftlern, Wissen und Technologien.  

Jetzt sollen neue Maßnahmen speziell den Übergang zu grünen und digitalen Technologien besser adressieren. So sollen fünf Prozent der nationalen Budgets in gemeinsame Forschung und Entwicklung (F&E) investiert werden. 

Besonders positiv zu bewerten sind neue Initiativen zur besseren Vermarktung der europäischen F&E-Ergebnisse durch gemeinschaftliche Technologiepläne sowie neue Netzwerke im Digitalen Bereich (Digital Innovation Hubs). (PWK443/HSP)

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