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WKÖ-Kühnel: Corona-Lehrstellenlücke im Oktober wieder geringer

Betriebe suchen Fachkräfte und stellen ein – Verlängerung Lehrlingsbonus wäre wichtiger Anreiz für Lehrbetriebe bis Jahresende einzustellen

Lehrling/Distance Learning
© Unsplash/Jeswin Thomas

"Die Oktober-Lehrlingszahlen zeigen uns, dass die Lehrstellenlücke deutlich geringer ausfällt, als von vielen prognostiziert. Denn die Betriebe suchen nach wie vor angehende Fachkräfte und stellen ein. Aber natürlich hat die Pandemie auch am Lehrlingsmarkt Spuren hinterlassen. Der mit 31.10. ausgelaufene Lehrlingsbonus hat hier wesentlich mitgewirkt, die Lücke klein zu halten. Umso wichtiger ist daher aus Sicht der Wirtschaft, dass es in diesem atypischen Lehrjahr zu einer Verlängerung des Lehrlingsbonus bis Jahresende kommt", sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

Konkret gibt es aktuell immer noch deutlich mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Dieser bundesweite sogenannte rechnerische Lehrstellenüberhang beträgt Ende Oktober 2.820. Die Zahl der Lehranfänger (Lehrlinge im 1. Lehrjahr) beträgt in den Ausbildungsbetrieben am 31. Oktober 2020 exakt 29.089. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Lehranfängerzahlen um 8,0 Prozent oder 2.543 Personen. Befürchtet wurde im Mai 2020, dass das Minus bis zu 30 Prozent ausmachen könnte. Der Rückgang der Zahl der Lehranfänger fällt im Oktober damit im Vergleich zum Vormonat etwas geringer aus (-9,1 Prozent im September). 

Atypisches Lehrjahr mit unterschiedlichen Faktoren 

Der bisher feststellbare Rückgang hat natürlich vorallem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu tun. Gleichzeitig gibt es aber weitere Faktoren, nämlich einen  generell demographisch schwachen Jahrgang und weniger Schulabbrecher, da mehr Schüler wegen Corona aufsteigen durften. "Es gibt unterbrochene Orientierungsphasen, weil etwa Praxis- und Schnuppertage im Frühjahr nicht durchgeführt werden konnten. In schwer getroffenen Branchen bleiben Stellen derzeit unbesetzt und Anmeldungen der Lehrverträge verzögern sich, weil diese meist erst sehr spät abgeschlossen werden", so Kühnel.  

Die stv. WKÖ-Generalsekretärin verweist zudem darauf, dass sich bei einer Gesamtbetrachtung aller Lehrlinge – über alle Lehrjahre hinweg – zeige, wie stabil die Ausbildungssituation in Österreich selbst in Krisenzeiten ist: “Die Gesamtzahlen liegen nur knapp unter dem Vorjahreswert: In Ausbildungsbetrieben gab es Ende Oktober 102.187 Lehrlinge, das ist gegenüber dem Vorjahr lediglich ein Rückgang um 0,6 Prozent." 

Distance Learning in Berufsschulen herausfordernde Situation 

Die derzeit auf Distance Learning umgestellten Berufsschulen stellen Betriebe wie Schüler vor eine herausfordernde Situation. Die teils fehlende digitale Ausstattung der Berufsschulen erschwere vor allem für Neueinsteiger in die Lehre aktuell die Ausbildung. Daher sei die baldige Umstellung auf mehr Teilpräsenz insbesondere für Abschlussklassen und erste Klassen jetzt wichtig, so Kühnel. "Der 2. Lockdown bedeutet zu Beginn des neuen Lehrjahres natürlich eine Beeinträchtigung der Lehrlinge und damit einen erschwerten Einstieg in die Ausbildung", so Kühnel.  

"Der Lehrstellenmarkt ist unser wichtigster Pool für neue Fachkräfte. Wir müssen schauen, dass Bewegung in diesem System bleibt. Angesichts des zweiten Lockdowns wäre die Verlängerung des Lehrlingsbonus bis Jahresende ein richtiges Signal, in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Denn die Fachkräfteausbildung muss heute passieren, um für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein", unterstreicht Kühnel abschließend. (PWK512/HSP)

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