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WKÖ-Kopf: Mangelberufsliste bildet Bedarf der Betriebe sehr realitätsnah ab

Trotz Pandemie ist der Fachkräftemangel groß – Regierung setzt daher mehr Berufe als zuvor auf die Mangelberufsliste

Fachkräftemangel
© WKÖ

"Wir haben nach wie vor viele offene Stellen und in zahlreichen Branchen und Regionen einen gravierenden Fachkräftemangel. Es ist daher erfreulich, dass die neue Fachkräfteverordnung den Bedarf der Betriebe sehr realitätsnah abbildet und die Regierung für 2022 deutlich mehr Berufe für die Mangelberufsliste vorsieht, als dies für heuer der Fall war“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Positiv sei vor allem, dass man bei der Berechnung der WKÖ gefolgt ist und die Lockdown-Monate zwischen November 2020 und Mai 2021 herausgerechnet wurden. "Auf diese Weise ist sichergestellt, dass es zu keinen Verzerrungen aufgrund von Betriebssperren kommt“, so Kopf. 

Konkret gibt es für 2022 bundesweit 66 Mangelberufe – sie reichen vom Dachdecker, Spengler, Schweißer, Fräser, Elektroinstallateur bis hin zum Lohnverrechner. In diesen Berufen können Drittstaatsangehörige, die auch die sonstigen Kriterien der Rot-Weiß-Rot-Karte erfüllen, in Österreich beschäftigt werden.

Zusätzlich berücksichtigt die Verordnung in Form von regionalen Mangelberufen, dass die Verfügbarkeit von Fachkräften von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich ist. "Am Arbeitsmarkt lässt sich von Wien bis Vorarlberg nicht alles über einen Kamm scheren. Die regionale Differenzierung ist daher zu begrüßen“, betont Kopf. Die Fachkräfte-Verordnung ermögliche es den Betrieben somit, Menschen mit den gesuchten Kompetenzen zu bekommen. Denn fest steht: "Nur mit ausreichend verfügbaren Experten und Profis wird eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft gelingen.“ 


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