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WKÖ-Kopf: Es fehlen Bewerber, nicht Lehrstellen

Generalsekretär Karlheinz Kopf gibt Entwarnung: Es gibt österreichweit mehr offene Lehrstellen als Suchende – „Bewerbt euch jetzt, die Unternehmen brauchen euch!“

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Nadine Studeny

Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich verweist auf die Faktenlage: „Wir haben in Österreich einen eklatanten Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren verschlimmern wird. Und wir haben tausende Betriebe, die zu wenige Bewerber haben, um offene Lehrstellen zu besetzen und somit die nötigen Fachkräfte selbst auszubilden. Wenn man eine angeblich drastische Lehrstellenlücke herbeibeschwört, schafft das nur noch mehr Verunsicherung und schreckt womöglich talentierte Bewerber ab.“ 

Dabei sprächen die AMS-Zahlen eine deutliche Sprache. „Die Sache ist recht simpel: Es gibt junge Suchende, die sich beim AMS melden, und es gibt Betriebe, die offene Lehrstellen melden. Aktuell – Stand Ende Februar 2021 - sind bei AMS österreichweit 10.452 Lehrstellensuchende gemeldet, aber fast doppelt so viele Lehrstellen - exakt sind es 20.478.“ 

Einzig und allein in Wien gibt es eine Lehrstellenlücke, was demografische Gründe hat und teils auch in der Wirtschaftsstruktur begründet liegt. Da kann es für junge Menschen im Einzelfall schwierig sein, eine offene Stelle im gewünschten Lehrberuf zu finden. In allen übrigen Bundesländern gibt es jedoch den besagten Lehrstellen-Überhang. Was stimmt: Im Corona-Jahr 2020 ging die Zahl der Lehranfänger (im ersten Lehrjahr) zurück, was vor allem auf den Bewerbermangel zurückzuführen ist: Im Vorjahr haben um die Hälfte weniger Lehrlinge in den Betrieben „geschnuppert“ als sonst. 

„Als Wirtschaftskammern unternehmen wir alles, um die Corona-Probleme wettzumachen und die digitalen Möglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen, von Lehrlingscastings über digitale Berufsmessen bis hin zu virtuellen 3D-Betriebsbesichtigungen, damit spannende Lehrberufe für junge Interessenten mit Virtual-Reality-Brillen erfahrbar gemacht werden. Und wir reduzieren den Verwaltungsaufwand für Ausbildungsbetriebe mit e-Services so weit es geht – vom Lehrvertrag bis zur Prüfungsanmeldung“, so Kopf. (PWK154/HSP)

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