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WKÖ-Kopf: EU-Gaspaket setzt wichtige Impulse für Wasserstoff

EU-Vorschlag soll Infrastrukturausbau im Bereich Wasserstoff vorantreiben - Österreich muss bei nationalen Maßnahmen nachziehen

H2O-Formel
© Envato

Heute hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für ein neues Gasmarktdesign vorgelegt, um notwendige Regelungen für erneuerbare und kohlenstoffarme Gase zu schaffen. "Das Gaspaket ist ein wichtiger Schritt für den Markthochlauf des – für die Energiewende zentralen – Energieträgers Wasserstoff. Die heute präsentierten Entwürfe schaffen Rechtssicherheit und sind ein wichtiger Baustein, um den Infrastrukturausbau im Bereich Wasserstoff voranzutreiben“, zieht Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ein erstes Fazit. 

Neben der Festlegung von Definitionen, der Einführung eines Zertifizierungssystems und Regulierungsprinzipien ist auch die Infrastrukturplanung ein wesentliches Element des Vorschlags. "Österreich verfügt über ein hervorragend ausgebautes Gasnetz und außerordentlich hohe Gasspeicherkapazitäten. Auf dieses Gasnetz müssen wir aufbauen und es so adaptieren, dass wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen“, sagt Kopf. Die Wirtschaftskammer begrüßt es daher, dass die Europäische Kommission die zentrale Bedeutung der Modernisierung des bestehenden Gasnetzes für die Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit anerkennt. "Die bestehenden Potenziale müssen nun für die Zukunft optimal genutzt werden“, zeigt sich Kopf zuversichtlich. 

Nationaler Handlungsbedarf 

Damit sich die neuen Marktregelungen auch entfalten können, darf die Erzeugung von grünen Gasen nicht hinterherhinken. "Österreich muss mit einem Rechtsrahmen für die Erzeugung von Wasserstoff und grünem Gas rasch nachziehen und Voraussetzungen schaffen, die die Energiewende beschleunigen“, fordert Kopf. Auch an Partnerschaften für Wasserstoffimporte solle gearbeitet werden. "Während andere Länder bereits Wasserstoff-Partnerschaften rund um den Globus eingehen, fehlt in Österreich immer noch eine Wasserstoff-Strategie. Hier müssen wir Tempo machen“, fordert der WKÖ-Generalsekretär.  

Auch CO2-Kreisläufe im Fokus

Zeitgleich hat die EU-Kommission eine Mitteilung zu nachhaltigen CO2-Kreisläufen veröffentlicht. Am Weg zur Klimaneutralität bis 2050 sollen bis zum Jahr 2030 jährlich fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre abgeschieden werden. Mit Hilfe der vorgeschlagenen Strategie sollen industrielle Lösungen bestmöglich genutzt werden, zudem werden Pläne für einen EU-Rechtsrahmen zur Anrechnung und Zertifizierung der CO2-Abscheidung in den Raum gestellt. "Unternehmen müssen bei der Transformation zu einer Low-Carbon-Economy bestmöglich unterstützt werden. Wenn mit der Strategie neue innovative Wege beschritten werden, CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen und zu nutzen, ist das aus Sicht der WKÖ zu begrüßen“, so Kopf abschließend.

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