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WKÖ-Kopf: "Nach Aufwind durch Öffnungen braucht Arbeitsmarkt weiteren Anschub"

Wirksame Maßnahmen gegen Fachkräftemangel nötig, darunter konsequente Vermittlung und Qualifizierung 

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

"Es ist sehr erfreulich, dass die Arbeitslosigkeit Woche für Woche sinkt und die Beschäftigung bereits über Vorkrisen-Niveau liegt. Die Öffnungsschritte haben hier wesentlich zur Erholung des Arbeitsmarktes beigetragen", kommentiert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Weniger erfreulich sei allerdings, dass bei weitem nicht alle Betriebe, die gerne möchten, jemanden einstellen können: "Wir haben in vielen Bereichen einen eklatanten Fachkräftemangel, der den Aufschwung bremst. Hier brauchen wir einen weiteren Anschub für den Arbeitsmarkt", fordert Kopf. Es gelte daher jetzt wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel zu setzen.

Zu solchen Maßnahmen zählt die konsequente Vermittlung, die Förderung der Mobilität sowie die Nutzung digitaler Tools. "Corona hat uns gezeigt, dass Tools wie Online-Jobbörsen oder Speed Recruiting gut funktionieren. Sie bieten Betrieben die Möglichkeit, sehr unkompliziert mit vielen Bewerbern in Kontakt zu treten und ersparen gleichzeitig den Arbeitssuchenden einige Wege", so Kopf. Bei der Förderung der Mobilität gehe es nicht darum, "dass der dreifache Familienvater von heute auf morgen von Wien nach Bregenz ziehen muss, sondern wir brauchen Anreize, um vor allem bei jungen, ungebundenen Leuten die Mobilität zu erhöhen", sagt Kopf.

Lehrberufe sind Zukunftsberufe

Außerdem hofft der WKÖ-Generalsekretär auf eine rasche Umsetzung sowohl des Langzeitarbeitslosen-Programms Sprungbrett als auch der betriebsnahen Ausbildungen in den angekündigten Arbeitsstiftungen, etwa im Umweltbereich. "Gerade im Bereich green jobs, aber auch in vielen anderen müssen wir bedarfsorientiert und betriebsnah ausbilden. Vor allem Lehrberufe haben sich hier als Zukunftsberufe herausgestellt", so Kopf. Denn neben Tourismus, IT-Branche und Pflege herrscht in vielen Handwerksbereichen akuter Fachkräftebedarf.

(PWK359/DFS)

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