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WKÖ-Kopf zu 4-Tage-Woche: „Die Rechnung geht nicht auf“

Die Praxis zeigt, dass Arbeitszeitverkürzung keine neuen Jobs schafft – brauchen nachhaltige Arbeitsmarktkonzepte anstatt Retro-Ideen

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

„Es ist nicht das erste Mal, dass manche steigende Arbeitslosigkeit zum Anlass nehmen, um nach Arbeitszeitverkürzung zu rufen. Das erscheint auf den ersten Blick als einfache Lösung. In der Praxis allerdings geht diese Rechnung nicht auf“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Damit erteilt er der heute neuerlich geäußerten SPÖ-Forderung nach einer staatlich geförderten 4-Tage-Woche eine klare Absage.

Kopf erinnert an das Beispiel Frankreich. Dort wurde im Jahr 2000 die 35-Stunden-Woche eingeführt. Mit dem Ergebnis: Vor der Arbeitszeitverkürzung hatte Frankreich eine Arbeitslosenrate von 8,6 Prozent, 2005 lag sie bei 8,9 Prozent und 2010 sogar bei 10,0 Prozent. „Anstatt der Anzahl der Jobs sind vor allem die Überstunden gestiegen“, so Kopf. Erst in den letzten Jahren der Hochkonjunktur und nachdem Frankreich bei der Arbeitszeitverkürzung teilweise zurückgerudert war, sank die Arbeitslosigkeit wieder. 

Arbeit schaffen statt reduzieren 

„Was wir jetzt brauchen, ist Wachstum und Kosteneffizienz“, betont Kopf. Denn das österreichische BIP schrumpft den Prognosen zufolge heuer um rund sieben Prozent. „Wenn wir Geld des Steuerzahlers in die Hand nehmen, dann bitte nicht um Arbeit zu reduzieren, sondern um Arbeit zu schaffen“, so der WKÖ-Generalsekretär. Er fordert daher „nachhaltige Arbeitsmarktkonzepte statt Retro-Ideen“. So müssen zur Belebung des Arbeitsmarkts die Aus- und Weiterbildung sowie die Mobilität gefördert und die Lohnnebenkosten gesenkt werden. „Und vor allem geht es jetzt darum, Investitionen, Innovation und Internationalisierung anzukurbeln. Das ist zur Sicherung des Wirtschafts- und Beschäftigungsstandorts Österreich dringend nötig“, resümiert Kopf. (PWK321/DFS)

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