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WKÖ Hotellerie: Guter Sommer ist ein wichtiger Schritt aus der Krise

Kraus-Winkler: Sommerurlaub in Österreich ungebrochen beliebt, differenzierte Betrachtung von Stadt- und Ferienhotellerie weiterhin notwendig

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"Wir freuen uns über den guten August, vor allem die Ferienhotellerie hat - mit hohen Auslastungen von bis zu 90% in zahlreichen Betrieben - insgesamt eine guten Sommersaison verzeichnet. Die nächsten Monate werden zeigen, ob wir diesen Weg aus der Krise weitergehen können, denn ein erster guter Sommer bringt viele unserer Betriebe nach monatelangen Schließungen noch nicht in die schwarzen Zahlen“, kommentiert Susanner Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbands der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Nächtigungszahlen der Statistik Austria . Demnach konnten im August 2021 - mit 20,66 Millionen Gästenächtigungen und einem Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zum August 2019 - sogar ein Rekordwert erreicht werden. Die Zahl der Nächtigungen der ausländischen Gäste ist dabei im Vergleich zum Vorjahr um 27,8 Prozent auf knapp 14,48 Millionen Nächtigungen gestiegen, bei den inländischen Gästenächtigungen wurde ein Minus von 7,2 Prozent auf 6,18 Mio. Nächtigungen verzeichnet.

Ein differenziertes Bild zeigt sich in der Stadthotellerie. Auch wenn hier ebenfalls ein Aufwärts-Trend erkennbar ist, war die Auslastung nach dem Lockdown noch sehr verhalten. In den Sommermonaten ist diese dann deutlich gestiegen. Eine höhere Nachfrage war jedenfalls in den Großstädten mit einem starken freizeittouristischen Angebot, wie Innsbruck und Salzburg, zu verzeichnen. Diese Dynamik spiegelt auch die nach wie vor vorhandene Nachfragekluft zwischen Freizeit- und Stadt- bzw. Seminar- und Kongreßhotellerie wieder.

Ein wichtiger Faktor für Kraus-Winkler ist, dass bei den Gästen aus Deutschland, dem wichtigsten ausländischen Herkunftsmarkt, im August ein neuerlicher Anstieg in Höhe von 21,1 Prozent auf 9,6. Mio. Nächtigungen verzeichnet werden konnte. "Dies zeigt, dass Urlaub in Österreich weiterhin hoch beliebt ist und als sicher wahrgenommen wird“, unterstreicht Kraus-Winkler. "Auch wenn die Touristen aus den Golfstaaten und aus Nordamerika wieder langsam zunehmen, fehlen die asiatischen Gäste noch immer schmerzlich. Mit ihnen wird, laut Experteneinschätzung und Marktbeobachtern auch in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht mehr so wie in "Vor-Pandemiezeiten“ gerechnet werden können.

Massiver Wettbewerb um Mitarbeiter

Bereits während der Sommermonate stellte der Mitarbeitermangel eine Herausforderung für die Betriebe dar. Die Pandemie hat dazu geführt, dass sich insbesondere die saisonalen MitarbeiterInnen – vor allem aus dem europäischen Ausland - umorientieren mussten und nun mehrheitlich in ihren Heimatländern, wo ebenfalls Mitarbeitermangel herrscht, bleiben wollen. Diese fehlen nun am touristischen Arbeitsmarkt, es gibt europaweit einen massiven Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Höhere Löhne und die Anliegen der Mitarbeiter nach flexibleren Arbeitszeiten führen zwangsläufig zu höheren Personalkosten und einer Preissteigerung. Um hier gegenzusteuern ist auch die Politik gefordert. "Wir brauchen flexiblere Möglichkeiten, um Saisoniers aus Drittstaaten beschäftigen zu können und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen, damit auch die MitarbeiterInnen davon profitieren“, so Kraus-Winkler. Für eine erfolgreiche Herbst- und Wintersaison sind viele Betriebe noch auf der Suche nach MitarbeiterInnen.

Aussicht auf Herbst/Winter vorsichtig optimistisch

Für den weiteren Herbst und die kommende Wintersaison ist Kraus-Winkler vorsichtig optimistisch: "Die uns vorliegenden Buchungszahlen und Prognosen zeigen, dass unsere Gäste die Qualität und das tolle Angebot in Österreich zu schätzen wissen. Der September ist gut gebucht, Oktober und November sind, was die Nachfrage betrifft, noch durchwachsen. Fakt ist aber, dass die Nebensaisonen mit all den Aktivitäten und Packages, die angeboten werden, zunehmend an Bedeutung gewinnen. Für den Winter gibt es sicherlich noch viel Luft nach oben, hier wird die noch immer stark anhaltende Kurzfristigkeit der Buchungen noch ausschlaggebend sein“, zeigt sich die Branchenvertreterin überzeugt.

"Wir sehen, dass wir uns nach wie vor in einer sehr volatilen Lage befinden. Werden Maßnahmen verschärft oder treten erneut Reisebeschränkungen in Kraft, würde sich die Situation rasch zuspitzen. Nach monatelangen Lockdowns und durch die gestiegene Neuverschuldung brauchen wir nun gute Monate, um Schritt für Schritt die Krise zu bewältigen. Dazu braucht es die Umsetzung unserer Vorschläge - etwa Schritte zur Bereinigung der coronabedingten Neuverschuldung sowie eigenkapitalstärkende Maßnahmen. Ebenfalls braucht es eine Verlängerung der USt-Senkung, die sich als Liquiditätshilfe bewährt hat und den Preisverfall dämpft“, betont Kraus- Winkler abschließend. (PWK457/ES/NIS)

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