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WKÖ-Hotellerie: Einreisebeschränkungen treffen Branche in gerade erst begonnener Wintersaison

Kraus-Winkler: Regierung muss - trotz Pandemie - Mindestplanbarkeit für die österreichische Hotellerie herstellen und Unterstützungen an Situation anpassen

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
© Isabella Abel

Auch wenn die österreichische Hotellerie aufgrund der Pandemieentwicklung mit weiteren Einschränkungen rechnen musste, treffen die heute präsentierten Einreiseverschärfungen die Betriebe in einer ohnehin mehr als holprig angelaufenen Wintersaison schwer. Demnach werden, nach Beratungen der Regierung und der Bundesländer mit dem neuen Expertengremium "GECKO" zu Omikron, Großbritannien, Dänemark, Norwegen und Niederlande als Virusvariantengebiete eingestuft. "10 Tage Quarantäne bei Einreise kommt quasi einem Einreisestopp für Gäste aus unseren wichtigsten Herkunftsmärkten gleich. Immerhin konnte gesichert werden, dass zumindest geboosterte Gäste mit PCR-Test einreisen dürfen", kommentiert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heutige Entscheidung. 

Kraus-Winkler: "Bei allem Verständnis für Präventionsmaßnahmen in einer noch nie dagewesenen Pandemiesituation, ist die Stimmung in der Branche dennoch mehr als angespannt. Denn die nächste Stornowelle rollt schon ungebremst an."

"Brauchen und fordern Mindestplanbarkeit"

Es sei entscheidend, so Kraus-Winkler, dass sich die Branche – Betriebe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Gäste - auf Aussagen, Ankündigungen und Zusagen der Regierung verlassen können. Hier gibt es eindeutig noch Aufholbedarf. "Das Lockdown-Enddatum hat nicht gehalten und nun verschärft man – keine 2 Tage nach dem verzögerten Re-Start - die erst am Freitagabend ebenfalls kurzfristig geänderte Einreiseverordnung. Auch die vorverlegte Sperrstunde trifft uns, vor allem zu Silvester, sehr hart." So appelliert die Branchenvertreterin einmal mehr an die Politik: "Was wir brauchen und fordern, ist eine Mindestplanbarkeit. Die muss man auch in einer Pandemie gewährleisten können, um ein sinnvolles Wirtschaften zu ermöglichen." 

In dieselbe Kerbe schlägt Gregor Kadanka, Obmann des WKÖ-Fachverbandes der Reisebüros: "Mit der heute verkündeten Verschärfung der Einreiseregelungen sehen wir uns mit einem weiteren Tiefschlag konfrontiert, der unsere Branche, die sich seit nunmehr zwei Jahren in einer absoluten Ausnahmesituation befindet, weiter belastet und schwächt."

Gerade vor dem Hintergrund dieser neuerlichen Rückschläge und enormen Herausforderungen für die Branchen, sei es unumgänglich, dass die Unterstützungsmaßnahmen rasch nachgebessert werden, fordern Kraus-Winkler und Kadanka abschließend.

(PWK771/ES)

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