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WKÖ-Hochhauser zum Equal Pay Day: Chancengleichheit heißt Wahlfreiheit

Verbesserung bei Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuungseinrichtungen unabdingbar

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Anlässlich des morgen, Samstag, begangenen Equal Pay Day werden Gerechtigkeit und Chancengleichheit in der Arbeitswelt alljährlich zum Thema gemacht. „Für die Wirtschaftskammer als Sozialpartner ist ein faires Miteinander in der Arbeitswelt das Um und Auf. Deshalb sichern wir mit jährlich rund 400 Kollektivvertragsabschlüssen, dass es in Österreich gleichwertige Entlohnung für gleiche Arbeit gibt. Gehen in konkreten Fällen in Betrieben Frauen und Männer mit unterschiedlichen Gehältern nach Hause, so hat das in den allermeisten Fällen objektiv begründbare Ursachen“, stellt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), klar.

Objektive Daten als Vergleichsbasis nötig

Arbeitszeit, Alter, Berufserfahrung, Ausbildung, konkrete Tätigkeit, Branche, Erwerbsunterbrechungen, etwa zur Kinderbetreuung – all diese Parameter nehmen Einfluss auf die Entlohnung. Berechnet man all diese Aspekte mit ein, ist die Differenz zwischen Frauen- und Männereinkommen in Österreich im einstelligen Bereich und nicht bei bis zu 20 Prozent, wie teilweise behauptet wird. Dies ist gerade bei internationalen Vergleichen zu beachten. „Eine objektive Datenbasis ist unabdingbar, wenn wir Optimierungsbedarf für die Rahmenbedingungen von Frauen in der Arbeitswelt definieren wollen“, so Hochhauser. 

Ein Beispiel, das zeigt, wie wichtig die objektive Datenlage ist: Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern ist in Ländern mit geringer Frauenerwerbsquote (etwa in Italien) geringer, weil dort tendenziell nur qualifiziertere Frauen überhaupt einen Job haben, während weniger Qualifizierte eher vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen bleiben. 

Massive Eingriffe eher kontraproduktiv

In diesem Zusammenhang warnt Hochhauser vor massiven Eingriffen, etwa zu abrupten Lohnsteigerungen: „Frauen wie Männer haben nichts von einem hohen Mindestlohn, wenn ihr Job abgebaut oder ins Ausland verlagert wird, weil er sich nicht mehr rechnet. Frankreich mit seinen Eingriffen in Arbeitszeit und Lohn ist hier auch ein mahnendes Beispiel“, so die WKÖ-Generalsekretärin. Auch der Teilzeitboom ist ein Einkommensfaktor, der aber nicht den Unternehmen anzulasten ist. Denn es gibt nach dem AMS siebenmal so viele arbeitslose Frauen mit Teilzeitwunsch wie offene Teilzeitstellen.

Alle diese Beispiele zeigen, dass die Rahmenbedingungen zu verbessern sind, wenn es um Chancenoptimierung für Frauen in der Arbeitswelt geht. „Alle Eltern in ganz Österreich, egal ob in der Stadt oder am Land, sollen auf eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zurückgreifen können, die auch ihren beruflichen Realitäten entspricht“, fordert Hochhauser. „Chancengleichheit gibt es nur mit Wahlfreiheit. Schaffen wir Freiräume statt Ver- und Gebote, damit die Arbeitsrealität für alle bestmöglich gestaltbar wird“. (PWK175/PM)

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