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WKÖ-Handelsobmann Buchmüller: “Mit einem Einwegpfand wäre Österreich auf dem Holzweg”

Einführung würde das Aus für viele kleine Händler im ganzen Land bedeuten - Weniger Komfort für Konsumenten bei der Rückgabe von Getränkeflaschen aus Plastik 

Pfand
© WKÖ

“Ein Einwegpfand würde für viele kleine Händler in Österreich das Aus bedeuten”, warnt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und spricht sich daher vehement dagegen aus. “Die Einführung eines Einwegpfandes würde nämlich bedeuten, dass Händler für jede Getränkeflasche - egal, ob Einweg oder Mehrweg - ein Pfand einheben müssen. Die Ausgaben dafür wären einfach zu hoch. Einerseits ist der technische Aufwand für die Händlerinnen und Händler immens, andererseits steigen dadurch die Personalkosten für die Abwicklung.”   

„Die Idee, kleine Geschäfte von der Pfandpflicht zu befreien, sieht nur auf den ersten Blick gut aus. Denkt man diese Variante weiter, wird nämlich Folgendes klar: Die Konsumenten werden dann nur mehr dort einkaufen, wo sie das Einwegpfand auch einlösen können. Anders ausgedrückt: Die kleinen Geschäfte verlieren Kundenfrequenz und Umsatz. Das werden die meisten nicht verkraften, was doch niemand wollen kann, zumal dadurch Nahversorger und Arbeitsplätze im Handel verloren gehen würden”, zeigt Handelsobmann Peter Buchmüller wesentliche negative Folgen auf. “Egal, ob mit oder ohne Ausnahme - mit einem Einwegpfand kommen vor allem die kleinen Lebensmittelhändler unter die Räder.” 

Einwegpfand hat Nachteile für Konsumenten

“Und auch für Konsumentinnen und Konsumenten liegen die Nachteile eines Einwegpfandes auf der Hand: Derzeit gibt es nämlich mit Gelbem Sack und Gelber Tonne in ganz Österreich rund 2 Millionen Rückgabemöglichkeiten für geleerte Getränkeplastikflaschen. Im Falle eines Pfandes reduzieren sich die Rückgabestellen auf rund 10.000 Einzelhandelsgeschäfte und ähnliche Einrichtungen. Mit anderen Worten: Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen für die Rückgabe viel weitere Wege zurücklegen. Das geht zu Lasten der Convenience, also des Komforts für Verbraucher“, sagt der Sprecher des österreichischen Handels. „Und wenn die weiteren Wege nicht mehr zu Fuß erledigt werden können, schädigt das darüber hinaus auch die Umweltbilanz.“ 

„Der Handel bekennt sich ganz klar zum Umweltschutz. Die ökologische Wirkung eines Einwegpfandes ist jedoch so gering, dass sie den Mehraufwand nicht rechtfertigt“, kritisiert Buchmüller das krasse Missverhältnis. (PWK239/JHR)

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