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WKÖ-Gewerbe und Handwerk: Reparaturbonus muss rasch volles Potential entfalten

Reparaturbedarf bei der Mehrwertsteuer-Begünstigung: Regelung ist mit Fahrrädern, Schuhen und Kleidung zu eng gefasst - WKÖ für Corona-bedingte EU-Ausnahmen oder Zuschüsse

Reparatur Elektrik
© WKÖ/DMC

Reparieren statt Wegwerfen: Mit diesem Motto kann sich das Gewerbe und Handwerk hundertprozentig identifizieren: „Die Idee der Kreislaufwirtschaft entspricht genau unseren Werten: Wir pflegen einen bewussten, schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen. Und unsere Betriebe können dabei ihre handwerklichen Fertigkeiten voll ausspielen“, sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Reparaturen mit einer Mehrwertsteuersenkung zu begünstigen. Konkret soll der Steuersatz für Reparaturleistungen von 20 auf 10 Prozent sinken, und zwar befristet vom 1. September 2020 bis 31. August 2022.

Allerdings droht dieser Reparaturbonus seine erhoffte Wirkung zu verfehlen. Die Begünstigung ist nämlich aufgrund der geltenden EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie auf einen sehr engen Warenkreis beschränkt. Anwendbar ist ein begünstigter Steuersatz nämlich nur auf Dienstleistungen, die arbeitsintensiv sind und überwiegend lokalen Charakter aufweisen. Damit sollen Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden.

Scheichelbauer-Schuster: „Schwierig, Ziel zu erreichen“

Laut dem Anhang zur EU-Mehrwertsteuerrichtlinie gilt das nur für Fahrräder, Schuhe und Lederwaren sowie Kleidung und Haushaltswäsche (inklusive Ausbesserung und Änderungsschneiderei).  „Damit wird es schwierig, die angepeilten 100 Millionen Euro an Entlastung binnen zwei Jahren zu erreichen“, erwartet Scheichelbauer-Schuster.

Denn die Reparatur von Elektrogeräten – vom Handy bis zum Laptop, vom Toaster bis zur Waschmaschine – darf nach gegenwärtiger Gesetzeslage nicht steuerbegünstigt sein. Die meisten Konsumentinnen und Konsumenten sind enttäuscht und haben wenig Verständnis dafür, dass der steuerliche Reparaturbonus ausgerechnet bei Haushalts- und Küchengeräten, Unterhaltungselektronik oder elektrischem Werkzeug-Gerät nicht greifen soll.

Ausweitung EU-Rahmen oder Zuschuss

Da sieht Scheichelbauer-Schuster Reparaturbedarf. Denn auch diese Instandsetzungen seien arbeitsintensiv und hätten überwiegend lokalen Charakter. Das spreche in der aktuellen, coronabedingten Ausnahmesituation dafür, eine EU-weite Ausweitung des Geltungsrahmens für den Reparaturbonus zu schaffen.

Sollte sich diese Variante EU-rechtlich nicht rasch umsetzen lassen, gäbe es ein alternatives Modell, das sofort österreichweit ausgerollt werden könnte: Ein direkter Zuschuss, also eine Art Gutschein über 100 Euro, der einmalig pro Jahr und Person für die betreffenden Reparaturen eingelöst werden kann.

Damit ließe sich unkompliziert sicherstellen, dass neben dem „Steuerzuckerl“ mit dem Reparaturbonus auch die Instandsetzung von Elektrogeräten begünstigt wird. Solche Förderaktionen wurden in einigen Bundesländern bereits mit großem Erfolg umgesetzt. Das stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe, hebt die Wertschöpfung in Österreich, schafft Arbeitsplätze und fördert das Bewusstsein für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen. (PWK335/HSP)

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