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WKÖ-Gewerbe und Handwerk: "Freitesten" soll Betriebssperren vermeiden

Zehntägige Quarantäne für K1-Kontakte bringt Kleinstbetriebe in existenzielle Nöte - Spartenobfrau Scheichelbauer-Schuster: "Ohne Freitesten drohen Mini-Lockdowns in Klein-und Kleinstbetrieben"

Corona Test
© Unsplash/Mufid Majnun

Wegen Quarantäne geschlossen: Das trifft auf immer mehr Gewerbe- und Handwerksbetriebe in Österreich zu. Der Grund, warum die Sparte besonders betroffen ist: Es gibt viele Kleinstunternehmen, insgesamt haben 95 Prozent der Betriebe weniger als zehn Beschäftigte. Da kommen gehäufte Ausfälle von Unternehmern bzw. von Mitarbeitern, die als K1-Kontaktpersonen eine zehntägige Quarantäne antreten müssen, fast schon Zwangssperren gleich.  

Deshalb spricht sich Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), nachdrücklich für die Möglichkeit zum "Freitesten" aus, wie sie derzeit politisch diskutiert wird: "So schnell kann man momentan gar nicht schauen, da steckt die ganze Firma in Quarantäne. Unsere Betriebe müssen besser planen können, das ist für uns ganz wichtig."  

Ob Konditor, Friseur, Kosmetiksalon oder kleiner Schlossereibetrieb: Scheichelbauer-Schuster erhält zahlreiche Meldungen, wonach Mitarbeiter in Quarantäne müssen. Manche davon in kurzen Abständen sogar mehrmals hintereinander.  

"Wir befolgen alle Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen, denn einen zweiten Lockdown halten unsere Betriebe nicht aus. Das gilt allerdings auch für die vielen ‚Mini-Lockdowns‘, denn darauf laufen die derzeitigen Quarantäne-Regeln für viele Betriebe hinaus", so Scheichelbauer-Schuster. Sie plädiert für Verhältnismäßigkeit und eine Neubewertung der Ansteckungsrisiken: "Wer nur ein Verdachtsfall ist, soll sich mit zwei negativen Corona-Tests aus der Quarantäne freitesten können. Wir brauchen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend im Betrieb." (PWK494/HSP)

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