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WKÖ-Generalsekretär Kopf: Jetzt sind nachhaltige Standortkonzepte gefragt

Klare Absage an alte Forderungen, die neu verpackt wurden – nur wenn es gelingt, Wirtschaft in Schwung zu bringen, entstehen auch Jobs - Standort nach der Krise besser aufstellen als zuvor


Highlightbox Karlheinz Kopf
© WKÖ

"Die Formel lautet: Runter mit Belastungen – rauf mit Investitionen, Konsum und Innovation. Nur so können wir den Standort nachhaltig stärken. Zu glauben, dass das durch eine 4-Tage-Woche oder eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes gelingt, ist allerdings blauäugig", sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Schließlich hätten internationale Bespiele gezeigt, dass "die am Reißbrett entworfenen Rechenmodelle einem Praxistest nicht standhalten". Anstatt zu mehr Jobs hat etwa in Frankreich die Arbeitszeitverkürzung nur zur Arbeitsverdichtung, damit zu mehr Stress sowie zu einem Anstieg der Überstunden geführt. Vor der Arbeitszeitverkürzung hatte Frankreich eine Arbeitslosenrate von 8,6 Prozent, 2005 lag sie bei 8,9 Prozent und 2010 sogar bei 10,0 Prozent.

Standort mittel- und langfristig wettbewerbsfähig machen

"Gerade angesichts der angespannten Lage am Arbeitsmarkt müssen wir die Mittel gezielt zur Schaffung von Jobs einsetzen und nicht dazu, um Arbeit zu verkürzen oder die Arbeitslosigkeit zu verfestigen", so Kopf. Für Kopf sind die Hilfspakete der Bundesregierung eine wichtige Unterstützung für den von der Corona-Krise schwer getroffenen Wirtschaftsmotor in Österreich. Darüber hinaus braucht es aber auch Maßnahmen, die den Standort mittel- und langfristig wettbewerbsfähig machen und die Innovationskraft stärken.

Nachhaltige Konzepte schaffen neue Jobs

"Wichtig ist jedenfalls, dass wir mit nachhaltigen Konzepten, die an mehreren Hebeln ansetzen, Arbeitsmarkt und Wirtschaft in Schwung bringen. Nur dadurch entstehen auch Jobs", sagt Kopf. Für weiterhin betroffene Branchen brauche es eine neue Form der Kurzarbeit über den 30. September hinaus sowie Maßnahmen, die den Standort stärken. "Das heißt, runter mit den Lohnnebenkosten und runter mit der Steuerbelastung, um Investitionen nachhaltig anzukurbeln", so der WKÖ-Generalsekretär abschließend.

(PWK323/DFS)

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