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WKÖ-Generalsekretär Kopf: „Papamonat wäre schwere Belastung für Klein- und Mittelbetriebe“ 

Väterbeteiligung an der Kinderbetreuung funktioniert bereits heute - aber im gegenseitigen innerbetrieblichen Einvernehmen

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/M. Knopp

„Die Wirtschaftskammer steht voll und ganz dahinter, dass Mütter und Väter die Kinderbetreuung partnerschaftlich gestalten. Wir halten allerdings nichts von populistischen Schnellschüssen, die Klein- und Mittelbetriebe über Gebühr belasten“, stellt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in der Debatte um einen Rechtsanspruch auf Papamonat klar. „Für kleinere Betriebe mit wenigen Mitarbeitern ist es sehr schwierig, einen längeren Ausfall einer Fachkraft zu überbrücken. Das stellt viele KMU vor große finanzielle und organisatorische Herausforderungen“, so Kopf. „Und immerhin sind 99 Prozent unserer Mitglieder KMU, sie stellen somit das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft dar.“

Der WKÖ-Generalsekretär hält in diesem Zusammenhang auch die Schätzung von IHS-Chef Kocher, dass die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Papamonat rund 30 Millionen Euro kosten würde, „eindeutig zu niedrig gegriffen“. Zwar gibt es jetzt schon eine Reihe von Möglichkeiten für Väter, sich an der Kinderbetreuung zu beteiligen – von der Vereinbarung einer Familien-Auszeit bis zur Väterkarenz. „Diese Modelle funktionieren in der Praxis auch sehr gut. Würden aber alle Arbeitnehmer den Rechtsanspruch erhalten, wäre das für viele unserer Mitglieder ganz schwer umsetzbar“, so Kopf. 

Vorgriff auf EU-weite Regelung nicht sinnvoll

Dazu kommt, dass ohnehin gerade an einer EU-weiten Regelung zum Thema Papamonat gearbeitet wird. „Diese wollen wir auf jeden Fall abwarten. Ein nationaler Vorgriff ist nicht sinnvoll, solange wir die Details der EU-Regelung nicht kennen“, betont Kopf. 

Was die aufgeflammte Debatte über die Steuerreform betrifft, sagt Kopf: „Gerade im Interesse der kleinen und mittleren Unternehmen Österreichs wäre eine rasche Klarheit über die bevorstehende Senkung der Lohn- und Einkommensteuer wichtig. Wir brauchen eine möglichst große Entlastung der vielen Selbstständigen und Unselbstständigen. Das ist wichtiger als die Debatte um die Senkung des Spitzensteuersatzes.“ Und zur Stärkung des Standorts fordert die Wirtschaftskammer unverändert, dass beim Körperschaftssteuersatz ein Einser voransteht. „Das würde viele mittlere Unternehmen entlasten und wäre ein international herzeigbares Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich“, so Kopf abschließend. (PWK089/DFS)

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