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WKÖ-Generalsekretär Kopf: "Brauchen pragmatische Lösung für Asylwerber in Lehre"

Kopf bringt als Abgeordneter Entschließungsantrag ein, damit Asylwerber Lehre beenden können – "hilft unseren Betrieben und bietet jungen Leute eine Perspektive"

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© (C) WKÖ

"Derzeit absolvieren rund 900 Asylwerber eine Lehre in Österreich. Wir wollen verhindern, dass diese während der Lehre oder kurz vor Lehrabschluss abgeschoben werden", sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Wir fordern eine pragmatische Lösung für Asylwerber in Lehre. Damit geben wir den jungen Leuten eine Perspektive und gleichzeitig wäre unseren Betrieben, die ohnehin oft schwer geeignete Lehrlinge finden, sehr geholfen", so Kopf, der dazu in seiner Funktion als Abgeordneter zum Nationalrat einen entsprechenden Entschließungsantrag einbrachte.

Im Antrag, dem die Mehrheit der Parlamentsabgeordneten zustimmte, wurde der Bundesminister für Inneres aufgefordert, sicherzustellen, dass Asylwerber in Lehre ihre Ausbildung abschließen können.

Möglichst schnell Klarheit schaffen

Kopf zufolge bedeutet dies keineswegs, dass man ins Fremdenrecht eingreifen wolle. "Es kann eine Lehre das Asylverfahren und die damit verbundenen Entscheidungen des Gerichts niemals umgehen oder aushebeln. Aber eine pragmatische Lösung wäre, dass bei einem negativen Asylbescheid dieser erst nach Abschluss der Lehre durchgesetzt wird", so Kopf. Durch die abgeschlossene Lehre würde in diesen Fällen die Wirtschaft im Heimatland profitieren. "Und fällt der Asylbescheid positiv aus, dann profitieren die österreichischen Unternehmen. Gerade angesichts des Fachkräftemangels wäre das ein wichtiger Schritt", sagt der WKÖ-Generalsekretär. Und er verlangt schnellere Asylverfahren: "Wichtig wäre jedenfalls, möglichst bald klare Perspektiven zu schaffen – und zwar für die betroffenen Asylwerber genauso wie für die Betriebe."

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