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WKÖ-Experte stellt klar: Österreichs Privatunternehmen zahlen Überstunden korrekt 

Aktuelle Market-Umfrage zeigt hohe Zufriedenheit mit Arbeitszeit und Überstunden

Arbeitszeit
© WKÖ

83 Prozent der Arbeitnehmer sind mit dem Ausmaß der Arbeitszeit, 86 Prozent mit der Lage zufrieden, also mit den Zeiten von Arbeitsbeginn und -ende. Und für 77 Prozent der Arbeitnehmer passt das derzeitige Ausmaß an Überstunden, 8 Prozent würden gerne mehr und 15 Prozent lieber weniger Überstunden machen. Außerdem geben 83 Prozent an, dass Überstunden immer korrekt abgerechnet werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Market-Umfrage unter 1.200 Arbeitnehmern. „Es ist faktisch falsch, wenn aufgrund einzelner schwarzer Schafe die ganze Wirtschaft verunglimpft wird“, weist Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), aktuelle Aussagen der Arbeiterkammer Oberösterreich über die Überstundenpraxis in Unternehmen zurück. 

Höchster Anteil „unbezahlter“ Überstunden im öffentlichen Bereich

Die Statistik Austria erhebt auf Basis einer Befragung von Arbeitnehmern Überstundenzahlen. Demnach wurden 2017 in Österreich 250 Millionen Überstunden geleistet, 2007 waren es noch 375 Millionen. 2017 wurden 45,3 Millionen Überstunden als unbezahlt ausgegeben, 2012 waren es noch 66,9 Millionen. „Diese Zahlen, die auf der Befragung von Arbeitnehmern und ihren Angehörigen beruhen, sind aber zu hinterfragen, wie auch das WIFO in einer Studie bestätigt: Denn Überstunden, die nicht einzeln verrechnet, sondern durch Zeitausgleich oder pauschal abgegolten werden, werden oftmals als "nicht bezahlt" deklariert. Daher ist die Zahl der als unbezahlt ausgegeben Überstunden nicht aussagekräftig“, erklärt Gleitsmann., der darauf verweist, dass den höchsten Anteil unbezahlter Überstunden Führungskräfte und akademische Berufe angeben - also Gruppen, bei denen Pauschalvergütungen, konkret All-In-Verträge besonders häufig sind. Von allen Branchen weist übrigens der öffentliche Bereich Erziehung und Unterricht bei weitem die meisten als unbezahlt deklarierten Überstunden auf – über ein Viertel entfallen auf diesen Sektor.

„Die Forderung der Arbeiterkammer Oberösterreich nach noch mehr Strafen und Zuschlägen lehnen wir ab und würden eine Versachlichung der Debatte begrüßen“, kritisiert Gleitsmann. Denn die Zuschläge für Über- und Mehrstunden sind in Österreich ohnehin höher als in Deutschland und anderen Ländern und Arbeitgebern, die Überstunden nicht bezahlen, droht schon jetzt eine Strafe von bis zu 10.000 Euro, in vielen Fällen sogar 20.000 Euro je Arbeitnehmer. (PWK407/DFS/JHR)

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