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WKÖ-Experte Gleißner: Staat muss in mehr Beschäftigung und nicht in deren Reduktion investieren

Kurzarbeit eignet sich als Kriseninstrument – eine generelle Arbeitszeitverkürzung bringt hingegen nicht die gewünschten Effekte

Kurzarbeit
© WKÖ

"Kurzarbeit funktioniert gut, weil sie zielgerichtet und für die Zeit der Krise berfristet ist. Die Arbeitszeit generell zu verkürzen hat hingegen nicht die gewünschten Effekte. In Frankreich hat die Einführung der 35-Stunden-Woche im Gegenteil zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit geführt", sagt Rolf Gleißner, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er erteilt daher der Forderung von Soziologen, es solle einen Staatszuschuss für eine Arbeitszeitverkürzung geben, eine Absage: "Wenn der Staat investiert, dann bitte in mehr Beschäftigung und nicht in die Reduktion von Beschäftigung“, so Gleißner. 

Der WKÖ-Experte vermisste bei der heutigen Pressekonferenz der Soziologen, die sich "Diskurs. Das Wissenschaftsnetz“ nennen, außerdem die Stimmen von Wirtschaftswissenschaftlern. "Es gibt keinen Nachweis, dass eine Arbeitszeitverkürzung Jobs schafft. Sehr wohl ist aber belegt, dass eine Reduktion der Arbeitszeit zu weniger Wertschöpfung und zugleich zu höheren Lohn-Stück-Kosten führt“, sagt Gleißner.  

Zudem gibt es trotz Corona-Krise nach wie vor einen Fachkräftemangel. "Wer macht die Arbeit in den Mangelbereichen, wenn dort die Arbeitszeit reduziert wird? Was passiert, wenn wir jetzt die Arbeitszeit von Ärzten, Pflegekräften, Krankenschwestern senken?“, fragt sich daher der WKÖ-Experte. (PWK493/DFS)

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