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WKÖ-Experte Gleißner: „Österreichs Unternehmen setzen gerade einen der höchsten Mindestlöhne in Europa um“ 

Mindestlohn ist in den allermeisten Branchen bereits bei 1.500 Euro 14mal im Jahr

Geld
© WKÖ

„Wir setzen derzeit den zweithöchsten Mindestlohn in Europa um, nämlich 1500 Euro 14mal im Jahr. Das entspricht umgerechnet auf zwölf Monate 1.750 Euro und ist somit deutlich mehr als es in Deutschland gibt. Dort gilt ein Mindestlohn von umgerechnet 1.500 Euro, aber nur zwölfmal jährlich“, sagt Rolf Gleißner, stellvertretender Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Abgesehen von der sehr subjektiven Fragestellung der Arbeiterkammer Oberösterreich, inwiefern man mit dem Lohn auskommt, versteht Gleißner daher nicht die Kritik der AK an der Wirtschaft. Alle kritisierten Branchen haben den Mindestlohn bereits umgesetzt bzw. haben deutlich höhere Mindest- bzw. Ist-Löhne. 

Faktoren oft andere

Wenn es dennoch sogenannte Working Poor gibt, liegt das oft am Arbeitszeitausmaß oder anderen Faktoren, welche großteils im persönlichen Bereich liegen. Nach Eurostat hat Österreich mit 29% eine der höchsten Teilzeitquoten in Europa. Von den Teilzeitbeschäftigten arbeiten aber nur 12,4% unfreiwillig, in der EU sind es 26,4%. Viele Teilzeit-Arbeitende verzichten also bewusst auf einen Teil ihres Entgeltes.  

„Die Lohnquote in Österreich ist mit 68,2% deutlich über dem Niveau vor der Krise – 2008 lag sie noch bei 63,6%“, weist Gleißner einseitige Anschuldigungen gegen Österreichs Unternehmen zurück: „Österreich weist den höchsten Wert in Europa auf, was die Verbreitung von Kollektivverträgen über alle Branchen betrifft. Diese konsensuale Lohnfindungspolitik in Österreich sollte jetzt nicht durch Arbeitnehmervertreter kaputt geredet werden.“ (PWK625/DFS)

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