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WIFO-Studie bestätigt: Österreich im Spitzenfeld bei Lohnnebenkosten 

Gleißner: Stellung Österreichs im EU-Binnenland beachten – Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes wahren

Die gestern veröffentlichte WIFO-Studie, die im Auftrag des Beirats für Wirtschafts- und Sozialfragen erstellt wurde, stellt die Entwicklung von Arbeitskosten und Lohnnebenkosten umfassend dar und versachlicht die Diskussion rund um Einkommen und Arbeitskosten. Österreich liegt bei den Arbeitskosten je Stunde gleichauf mit Deutschland im Spitzenfeld der EU. Auch hat Österreich den siebthöchsten Anteil an indirekten Arbeitskosten unter den EU28. Österreich lag 2015 mit einem Anteil von 26,2% an den Gesamtarbeitskosten deutlich vor dem Haupthandelspartner und –konkurrent Deutschland mit nur 22,4%.

WKÖ-Arbeits- und Sozialrechtsexperte Rolf Gleißner, der an der Studienerstellung mitgewirkt hat, warnt: „Österreich muss auch in Zukunft bei der Entwicklung von Lohn- und Lohnnebenkosten vorsichtig sein, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, denn die Lohnstückkosten sind seit 2005 stärker gestiegen als bei unseren Handelspartnern.“ Die Lohnquote schwankt je nach Konjunktur. Doch entgegen den Ängsten vor einer Erosion kann man Entwarnung geben: Die WIFO-Studie zeigt auf, dass sie derzeit auf demselben Niveau ist wie im Jahr 2000. 

Viele Länder wie Ungarn und Deutschland haben ihre Lohnnebenkosten massiv gesenkt, andere wie Belgien und Finnland sind gerade dabei. Gleißner: „Angesichts der hohen Arbeitskosten und der Beschäftigungslage in Österreich ist klar, dass Österreich als offene Volkswirtschaft inmitten des EU-Binnenmarkts sich von diesem Trend nicht entkoppeln kann, sondern ebenso die Lohnnebenkosten senken muss. Wenn der Staat alle Effizienzpotenziale hebt, braucht es dazu keine neuen Steuern“. (PWK654/PM)

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