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WBA im Detail: So geht es der Sparte Transport und Verkehr

Höhepunkt überschritten, Eintrübung der Erwartungen

Für die Sparte Transport und Verkehr können die Erwartungsindikatoren in der aktuellen Umfrage das Niveau der Einschätzung der bisherigen Lage nicht erreichen. Im Vergleich der Sparten fallen die Erwartungen schwächer aus: 

  • Erwartungen zu Auftragslage und Beschäftigung per Saldo nur knapp im positiven Bereich
  • Eintrübung bei Investitionen - Saldo zu Investitionserwartungen im negativen Bereich

Die Rückmeldungen der Unternehmen aus der Sparte spiegeln bereits die internationale Eintrübung der Konjunktur und auch die schwächere Wachstums- und Exportdynamik für Österreich in den geringeren Erwartungen für die kommenden 12 Monate wider. 


    Erwartungen zur Auftragslage per Saldo nur knapp im positiven Bereich: wie auch die bisherige Lage werden die Erwartungen zur Auftragslage in der Transportwirtschaft negativer eingeschätzt als im Durchschnitt über alle Sparten. Aktuell gehen 22 % von einer Verbesserung in den kommenden 12 Monaten aus, demgegenüber stehen 21 %, die von einer Verschlechterung ausgehen. Mehrheitlich wird eine gleichbleibende Auftragslage erwartet. 

    Umsatzerwartungen geringer als bisher: 30 % der Betriebe aus der Transport- und Verkehrswirtschaft rechnen in den kommenden 12 Monaten mit steigenden Umsätzen, 17 % mit einer schlechteren Entwicklung. Der Erwartungssaldo ist für die Sparte damit nur halb so hoch wie der Durchschnittswert über alle Sparten.

    Geringere Dynamik bei Beschäftigung: Trotz der Eintrübung der Geschäftsaussichten wollen 67 % der Unternehmen die Beschäftigung weiter stabil halten. Der Erwartungssaldo aus positiven und negativen Antworten erreicht jedoch nur einen Wert von 2.

    Erwartungssaldo zu Investitionen im negativen Bereich: Besonders deutlich ist die Eintrübung beim erwarteten Investitionsvolumen. Während der Erwartungssaldo im Durchschnitt über alle Sparten noch einen Wert von 3 erreicht, liegt der Saldo für die Sparte Transport und Verkehrswirtschaft mit minus 8 im negativen Bereich. Die Absichten, Ersatzinvestitionen zu tätigen, liegen für die Sparten etwas über dem Durchschnitt über alle Sparten. Ein positives Signal ist der Anteil an Unternehmen, die angeben Neuinvestitionen tätigen zu wollen, der ähnlich hoch wie in der Gesamtwirtschaft ausfällt. Die Absichten, Rationalisierungsinvestitionen zu tätigen, liegen unter dem Durchschnitt für alle Sparten.

    Von den Unternehmen, die Neuinvestitionen tätigen, begründen dies 57 % mit der Kapazitätsauslastung und 56 % mit Innovation und Digitalisierung. Diejenigen Unternehmen, die keine Neuinvestitionen planen, geben die allgemeine Unsicherheit (37 %), keine Notwendigkeit (34 %) und den Fachkräftemangel (31 %) als Gründe an.

     

    Senkung der Lohnnebenkosten und der Unternehmenssteuern vorrangig

    Die Ergebnisse zu Investitionsanreizen zeigen ein eindeutiges Bild: 81 % der Befragten im Transport und Verkehr sprechen sich für eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten aus. An zweiter Stelle folgt eine Senkung der Unternehmenssteuern, die knapp zwei Drittel der Befragten aus der Sparte für notwendig erachten. Ebenfalls einen hohen Wert erreichen Verwaltungsvereinfachungen bzw. -beschleunigung sowie die steuerliche Begünstigung von Abschreibungen wie etwa durch eine degressive/vorzeitige Abschreibung.



    Factbox: WKÖ-Wirtschaftsbarometer

    Der WKÖ-Wirtschaftsbarometer ist die größte Umfrage der gewerblichen Wirtschaft. An der aktuellen Befragung haben sich über 5.000 Unternehmen aus ganz Österreich beteiligt, die Sonderauswertung für die Sparte Gewerbe und Handwerk umfasst Antworten von 1.996 Unternehmen.

    Alle Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie unter wirtschaftsbarometer.at.

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