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WBA Winter 2019: So geht es der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Positive Aussichten für 2020, aber der Fachkräftemangel drückt auf die Stimmung: Die Detailergebnisse des WKÖ-Wirtschaftsbarometers


    Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

    • Die Erwartungen für das Jahr 2020 können das Niveau der Einschätzung der bisherigen Lage nicht erreichen. Dennoch blicken die Tourismusunternehmen positiver in die Zukunft als die übrigen Sparten.
    • Auftragslage wird etwas positiver eingeschätzt als im Durchschnitt aller Sparten.
    • Umsatzerwartungen geringer als bisher, aber auf gutem Niveau
    • Beschäftigung wird überwiegend stabil gehalten
    • Geplante Investitionen über dem Durchschnitt aller Sparten 


    • Die Umsatzerwartungen in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft sind geringer als bisher, aber auf gutem Niveau: 33 % der Tourismus- und Freizeitbetriebe rechnen mit steigenden Umsätzen in den kommenden 12 Monaten. Die Hälfte der Befragten aus dem Tourismusbereich gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Der Erwartungssaldo aus positiven und negativen Antworten liegt mit 19 auf einem guten Niveau und über dem Durchschnitt über alle Sparten (Saldo: 0). 

    • Die Buchungsslage wird etwas positiver eingeschätzt als im Durchschnitt aller Sparten. Während über alle Sparten die Buchungslage mehrheitlich negativ eingeschätzt, erreicht der Saldo zur erwarteten Auftragsalge im Tourismus noch einen positiven Wert. Dennoch ist im Vergleich zur Lage bisher zu erwarten, dass die kommenden Monate nicht mehr ganz so positiv verlaufen. Im Detail bewerten 44 % der Tourismusbetriebe die bisherige Auftragslage besonders gut, aktuell gehen nur mehr 22 % von einer weiter besseren Entwicklung aus. 64 % erwarten eine gleichbleibende Entwicklung.

    • Die Beschäftigung wird überwiegend stabil gehalten: 11 % geben an, die Beschäftigung aufstocken zu wollen, mehrheitlich (71 %) wird die Beschäftigung stabil gehalten. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten liegt knapp im negativen Bereich.

    • Geplante Investitionen liegen über dem Durchschnitt aller Sparten: 38 % der Befragten aus dem Tourismus wollen das Investitionsvolumen aufstocken, weitere 38 % zumindest gleich behalten. Die Befragten aus der BSTF sind damit die einzige Sparte, die einen positiven Erwartungssaldo zu den Investitionen aufweist, für die Gesamtwirtschaft und die übrigen Sparten liegt der Saldo jeweils zumindest knapp im negativen Bereich. Ein positives Signal ist der hohe Anteil an Unternehmen, die angeben, Neuinvestitionen tätigen zu wollen. In den übrigen Sparten dominiert das Motiv Ersatzinvestitionen, im Tourismus hingegen geben 56 % an, Neuinvestitionen im kommenden Jahr zu planen. Ersatzinvestitionen werden von 48 % geplant.


    Die Stimmung der Tourismuswirtschaft ist angesichts der hohen Risiken und der allgemeinen Abkühlung der internationalen Konjunktur im negativen Bereich (Erwartungssaldo Wirtschaftsklima: -14). Wachsende Sorgen um die politischen Rahmenbedingungen gehen mit sinkenden Erwartungen hinsichtlich der Geschäftstätigkeit einher.

    Im Rahmen der aktuellen Umfrage wurden die Unternehmen befragt, was ihnen auf nationaler und internationaler Ebene für die weitere Entwicklung Sorge bereitet.

    Die größte Sorge im Tourismus ist mit Abstand der Fachkräftemangel, den 82 % als Risiko nennen. Damit ist die Sorge noch stärker ausgeprägt als in den übrigen Sparten. Als weiteres Risiko stufen die Unternehmen die hohen Arbeitskosten ein. Die schwächelnde Inlandsnachfrage und schwache Wirtschaftsdynamik in Europa und insbesondere in Deutschland machen verhältnismäßig viel weniger Unternehmen im Tourismus Sorge.

    Risiken aus Sicht der Unternehmen aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft


    Icon Fachkräfte
    © WKÖ

    Fachkräftemangel

    82 %

    Arbeitskosten
    © WKÖ

    Arbeitskosten

    62 %

    Inlandsnachfrage
    © WKÖ

    Inlandsnachfrage

    30 %

    Icon Wirschaftsdynamik
    © WKÖ

    Schwache Wirtschaftsdynamik in Europa, insb. Deutschland

    14 %

    Standortzeugnis aus Sicht der Tourismusbetriebe

    • 16 % der Befragten geben den Standortbedingungen die Note 1 (“Sehr gut”)
    • 37 % geben Note 2 ("Gut")
    • Rund ein Drittel gibt den Standortbedingungen Note 3 ("Befriedigend")
    • Note 4 oder 5 ("Genügend" bzw. "Nicht genügend") vergeben in Summe 12 % der Tourismusbetriebe.


    Blick in die Zukunft

    30 % der Unternehmen erwarten in den kommenden fünf Jahren eine Verbesserung der Standortbedingungen in Österreich. Demgegenüber stehen 24 %, die von einer Verschlechterung ausgehen. 46 % der Befragten im Tourismus gehen von gleichbleibenden Standortbedingungen aus.


    Ergebnisse zu Investitionsanreizen eindeutig: Senkung der Lohnnebenkosten und der Unternehmenssteuern vorrangig

    Die Ergebnisse zu Investitionsanreizen zeigen ein eindeutiges Bild: 89 % der Befragten im Tourismus sprechen sich für eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten aus. An zweiter Stelle folgt eine Senkung der Unternehmenssteuern, die 55 % der Befragten aus der Sparte für notwendig erachten. Ebenfalls einen hohen Wert erreichen die steuerliche Begünstigung von Abschreibungen wie etwa durch eine degressive/ vorzeitige Abschreibung und Verwaltungsvereinfachungen bzw. –beschleunigung. 


    Wirtschaftsbarometer Austria

    Der Wirtschaftsbarometer Austria (WBA) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die seit 2002 halbjährlich durchgeführte Befragung von österreichischen Unternehmen zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Ziel der Befragung ist das Erfassen der aktuellen und bevorstehenden Entwicklung in der Konjunktur.

    Alle Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie unter wirtschaftsbarometer.at.

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