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Völlig überzogene Forderungen der Gewerkschaft vida gefährden KV-Abschluss

Zahlreiche Angebote der Arbeitgeberseite von Gewerkschaft aus strategischen Gründen abgelehnt

Tourismus und Freizeitwirtschaft
© WKÖ

Die Kollektivvertragsverhandlungen im Hotel- und Gastgewerbe gingen auch am zweiten Tag ohne Einigung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite zu Ende. „Wir haben uns im Vorfeld intensiv mit den Forderungen der Gewerkschaft auseinandergesetzt und 11 konkrete Angebote vorgelegt, die von der Gewerkschaft vida allesamt abgelehnt wurden“, bedauern die Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite, Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, die Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, die starre Haltung der Arbeitnehmerseite. 

Überzogene Forderungen gefährden Abschluss

Neben einer vollen Karenzanrechnung für 24 Monate zuzüglich der Zeiten für Pflege- und Hospizkarenz, einem stundenweisen Nachtarbeits-Zuschlag oder der Neuregelung der Sonntagsbeschäftigung bei Jugendlichen mit mehr freien Sonntagen habe man der Gewerkschaft 1.700 Euro Mindestlohn für Hilfskräfte –in 5 Etappen bis 2023 – angeboten. „Alle unsere Vorschläge in Bausch und Bogen vom Tisch zu wischen, um völlig unrealistische und überzogene Forderungen, die unseren Betrieben jede Luft zum Atmen nehmen würden, durchzupressen, gefährdet einen realistischen, für beide Seiten akzeptablen Abschluss“, so die WKÖ-Verhandlungsführer. Man gewinne den Eindruck, dass die politischen Flexibilisierungsmaßnahmen, die der Gesetzgeber beschlossen hat, von der vida nun dazu genutzt würden, um durch ein Hintertürchen beschlossene Maßnahmen zurückzuführen und abzuschaffen. „Das ist keine vernünftige Basis für eine konstruktive Einigung“, appellieren Kraus-Winkler und Pulker abschließend an die Arbeitnehmerseite, eine sozialpartnerschaftliche Lösung mit Augenmaß nicht politischem Kalkül zu opfern. (PWK118/ES)

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