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Verlustrücktrag schafft Liquidität für Unternehmen

Erstmalige Einführung eines steuerlichen Verlustrücktrags trägt zur Entlastung der Unternehmen bei

Symbolbild Buchhaltung
© Envato

Das Konjunkturstärkungsgesetz 2020 setzt wichtige Maßnahmen, die österreichische Unternehmen bei der Bewältigung der COVID-19-Krise unterstützen sollen. Die darauf basierende Durchführungsverordnung schafft die Möglichkeit eines zeitlich befristeten Verlustrücktrags. 

Die Verluste des Jahres 2020 können bereits vor der Durchführung der Veranlagung 2020 berücksichtigt werden, die in der Regel erst 2021 erfolgen würde. Ein Verlustrücktrag kann schon bei der Veranlagung 2019 bzw. in Ausnahmefällen auch 2018 geltend gemacht werden. Damit erhalten coronabedingt geschwächte Unternehmen mit negativem Abschluss rasch und unbürokratisch Unterstützung und werden in ihrer Liquidität gestärkt.

Das gilt es zu beachten:

Die Rücklage kürzt den Gewinn, also den positiven Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte 2019. Für die Ermittlung ihrer Höhe gilt:

  • Wenn die Einkommensteuer-/Körperschaftsteuervorauszahlungen 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie auf null herabgesetzt worden sind, beträgt die Rücklage ohne weiteren Nachweis bis zu 30 % des Gewinns aus dem Jahr 2019.
  • Wird der Abgabenbehörde die Höhe der betrieblichen Verluste 2020 glaubhaft gemacht, kann eine Rücklage bis zum doppelten Ausmaß (60 %) gebildet werden.
  • Zudem darf die Rücklage fünf Millionen Euro nicht übersteigen.

Antragstellung bereits möglich

Der Antrag auf Bildung einer Covid-19-Rücklage kann seit 21.9.2020 über die Verwendung des amtlichen Formulars gestellt werden. Die Geltendmachung der Rücklage führt in der Regel zu einer Gutschrift aus der Veranlagung 2019, die zusätzliche Liquidität im Unternehmen bewirkt.

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