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Verlängerung des Lockdowns für Kino- und Kulturbetriebe keine Option

WKÖ-Dörfler: Branche hat in Sicherheit und Prävention investiert und pocht auf zugesagte Öffnung, sonst droht dem gewerblichen Kulturbereich weiterer enormer wirtschaftlicher Schaden 

Kino unter Corona-Bedingungen
© AdobeStock

Eine weitere Verlängerung des Lockdowns wäre für die österreichische Kino- und Kulturwirtschaft eine Katastrophe, laufende mediale Spekulationen dazu sorgen für Unverständnis und Frust unter den Betrieben, sagt Christian Dörfler, Obmann des Fachverbandes der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). §Sicherheit wird in den österreichischen Kino- und Kulturbetrieben besonders großgeschrieben, daher haben die BetreiberInnen seit Beginn der Pandemie sehr viel Geld in geeignete Präventionskonzepten und Schutzmaßnahmen investiert. Eine lückenlose Kontrolle der schon vor dem Lockdown bestehenden G-Regeln ist problemlos möglich. Sollte die Regierung ihre fixe Zusage brechen und der Lockdown nicht am 11. Dezember enden, wäre das für die Kino- und Kulturbetriebe weder nachvollziehbar noch wirtschaftlich zu schultern.§

Zudem sei, wie auch internationale Studien zeigen, die Ansteckungsgefahr etwa in Kinosälen vergleichsweise gering, da zwischen den Besuchern ausreichend Abstand gewährleistet ist und es ausschließlich fix zugewiesene Sitzplätze gibt. "Dass ein Kinobesuch sicher ist, zeigt sich auch daran, dass es nachweislich keine Cluster in diesen Bereichen gab", so Dörfler, der zudem warnt: "Beinahe weltweit haben die Kinos geöffnet. Laufend kommen tolle Filme auf den Markt, zu denen das österreichische Publikum derzeit keinen Zugang hat."

Bei Zutrittsregeln Gleichstellung mit Gastronomie 

Wichtig ist dem Branchen-Vertreter zudem die Gleichstellung der Kino- und Kulturbetriebe mit der Gastronomie: "In Kinos ist die Ansteckungsgefahr aufgrund der zugewiesenen Sitzplätze und der geringen Interaktion der BesucherInnen minimal. Wir fordern daher hinsichtlich der Zutrittsregeln eine Gleichstellung der Kinobetriebe mit der Gastronomie." Ebenso haben die vergangenen Wochen in Wien gezeigt, dass Covid-Maßnahmen nur dann von der Bevölkerung mitgetragen werden, wenn sie einheitlich für vergleichbare Bereiche und verständlich sind. 

Der Branchensprecher appelliert abschließend eindringlich an die Politik, Wort zu halten und die Betriebe am 12. Dezember öffnen zu lassen: "Wir können sicher öffnen und wollen das auch tun. Eine Verlängerung des Lockdowns wäre wirtschaftlich fatal für die gesamte österreichische Kultur- und Kinobranche, die sich noch nicht Mal zur Gänze von den vorangegangenen Lockdowns erholen konnte." (PWK723/ES)

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