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Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt: Programm Mentoring für MigrantInnen startet in die nächste Runde

Erfolgsprogramm von WKO, ÖIF und AMS brachte bis dato mehr als 2300 Mentoringpaare hervor – Betriebe sowie qualifizierte ZuwanderInnen profitieren

Mentoring für Migranten
© wkö

Das Programm "Mentoring für MigrantInnen" geht in die nächste Runde: Sowohl MentorInnen als auch Mentees können sich bis Ende November für die Teilnahme am Erfolgsprogramm bewerben. Dieses wurde 2008 von den Wirtschaftskammern (WKO), dem Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und dem Arbeitsmarktservice (AMS) nach dem Vorbild Kanadas gestartet und gilt als Erfolgsmodell: Es unterstützt qualifizierte Personen mit Migrations- oder Fluchthintergrund beim Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt. Sie bekommen MentorInnen aus der Wirtschaft zur Seite gestellt, die sie sechs Monate lang auf die österreichische Arbeitswelt vorbereiten. 

Dass sich dieses Modell bewährt hat, zeigen die Erfahrungen der bisherigen Programm-Runden, an denen bis dato österreichweit mehr als 2300 Mentoringpaare teilnahmen. Im Schnitt kann rund ein Drittel der Mentees bereits am Ende eines Durchgangs in den österreichischen Arbeitsmarkt integriert werden. An der letzten Runde für Wien/Niederösterreich nahmen Mentees aus 32 Ländern teil, die übrigens zu 89 Prozent Akademiker waren. 

Win-Win-Situation für alle Seiten  

"Das Programm bedeutet eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Denn neben der Unterstützung von qualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund durch MentorInnen aus der Wirtschaft fördert Mentoring für MigrantInnen zugleich die Internationalisierung der heimischen Wirtschaft. Das hilft unter anderem im Exportgeschäft", sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dazu kommt, dass bereits hier lebende Migrantinnen und Migranten ein wertvolles Arbeitskräftepotenzial sind. "Auf dieses können und wollen wir nicht verzichten, daran ändert auch die derzeitige konjunkturelle Situation nichts. Denn trotz Corona-Krise ist der Fachkräftemangel nicht verschwunden." 

Selbsterhaltungsfähigkeit durch Einstieg in den Arbeitsmarkt 

Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF): "Das Ziel von Integrationsmaßnahmen ist Selbsterhaltungsfähigkeit durch den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dafür braucht es auch Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft. Dies wird im Rahmen der ÖIF-Angebote von Beratungen über Deutschkursmaßnahmen bis hin zu den Werte- und Orientierungskursen vermittelt." 

Arbeitslosigkeit bei MigrantInnen ist hoch 

Ohne Hilfe ist ein Berufseinstieg für Migrantinnen und Migranten nicht einfach. "Ihnen fehlt es einerseits oft an Sprachkenntnissen, andererseits aber auch an persönlichen Netzwerken. Daher haben sie es deutlich schwerer am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das zeigen die Arbeitsmarktdaten: Bei Inländern lag die Arbeitslosenquote im ersten Halbjahr 2020 bei 8,9 Prozent, bei Personen mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft betrug sie hingegen 16,6 Prozent. Das Projekt "Mentoring für Migrantinnen und Migranten" setzt daher genau am richtigen Punkt an. Durch die Hilfe von engagierten Mentorinnen und Mentoren gelingt es oftmals, Migrantinnen und Migranten eine rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Denn persönliche Netzwerke helfen häufig, die eine oder andere Tür für ein Vorstellungsgespräch zu öffnen", sagt AMS-Vorstand Johannes Kopf. 

Programm gilt als internationales Best-Practice-Beispiel 

Die Bedeutung von persönlichen Netzwerken hat kürzlich auch die OECD bei der Präsentation des Migration Outlooks 2020 betont. Nicht zuletzt deshalb, weil das Programm "Mentoring für MigrantInnen" genau hier ansetzt, gilt es mittlerweile international als Best-Practice-Beispiel. Es wurde auch für den österreichischen Integrationspreis nominiert und von der Europäischen Kommission mit einem Sonderpreis bei den European Enterprise Awards in Budapest ausgezeichnet. (PWK523/DFS)

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