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Unternehmen drängen auf mehr Leistungsorientierung im Schulwesen 

Regierungsverhandlungen: WKÖ begrüßt Aufwertung des Kindergartens – Deutsch vor Schulbeginn und Verantwortungsübernahme der Eltern notwendig – Ausbau der MINT-Fächer und Wirtschaftskunde sowie Aufwertung der Lehre umsetzen

 Leistungsorientierung im Schulwesen
© WKÖ

Erfreut zeigt sich der Leiter der WKÖ-Abteilung für Bildungspolitik, Michael Landertshammer, über die Ankündigungen von ÖVP und FPÖ zum Bildungsbereich: „Hier fanden die Maßnahmenvorschläge der WKÖ stark Eingang in die Verhandlungsergebnisse, durch die sich der Leistungsgedanke wie ein roter Faden zieht“. Das Leistungsprinzip zu stärken beginne im Kindergarten, für den die WKÖ seit Jahren fordert, diesen als Bildungsinstitution zu etablieren und nicht nur als bloße Aufbewahrungsstätte zu sehen. 

Im Hinblick auf Integrationsmaßnahmen sei dies von großer Bedeutung, da möglichst sichergestellt sein müsse, dass Kinder vor Eintritt in das Regelschulwesen ausreichend Deutsch beherrschen. „Unerlässlich für die Unternehmen ist es, dass Bewerber die deutsche Sprache beherrschen. Dafür müssen wir früh genug die Basis legen, jedenfalls vor Schuleintritt. Gerade im urbanen Raum, wo teilweise die überwiegende Mehrheit der Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch hat, dann stehen wir hier vor großen Aufgaben“, so Landertshammer. Dementsprechende Fördermaßnahmen mit einem Bildungspass im Sinne eines Eltern-Kind-Passes zu koppeln, in dem die individuelle Entwicklung des Kindes erfasst und Eltern in die Pflicht genommen werden können, notfalls auch mit Sanktionen, sei ein „wichtiges Signal“.

WKÖ begrüßt Ausbau MINT-Fächer, Wirtschaft und Aufwertung der Lehre

Für die WKÖ stellt das Bekenntnis der Verhandlungsparteien zum Ausbau der „MINT-Fächer“, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, sowie zum Ausbau des wirtschaftskundlichen Unterrichts und Entrepreneurship Education in den Schulen einen wesentlichen Schritt dar. Landertshammer: „Die Aufwertung der Lehre und die Einführung eines Stipendiensystems für die Meisterausbildung sind genau jene Maßnahmen, die unsere Wirtschaft dringend zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses benötigt.“ Daneben müsse der seit beinahe eineinhalb Jahrzehnten durch die WKO angebotene Unternehmerführerschein als Mindeststandard Einzug in das höhere Schulwesen halten.

Gewaltenteilung in der Schule: Bildungspflicht mit Bildungsagentur koppeln

Die angekündigte Bildungspflicht im Sinne einer „Ausbildungsreife“ bzw. die Überprüfung von Standards in der Volksschule und in der Unterstufe würden von der Wirtschaft sehr positiv gesehen, so Landertshammer: „Wir müssen sicherstellen, dass konkrete Kompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen beherrscht werden. Das macht aber nur dann Sinn, wenn diese Standards als Mindeststandards ausgeführt werden und die entsprechenden Überprüfungen durch eine externe, unabhängige Institution durchgeführt wird“. Der Grundsatz, dass der Lehrer gleichzeitig Unterrichtender und Leistungsbeurteiltender der Schüler in einer Person ist, sollte der Vergangenheit angehören. Vorschläge zu einer „Bildungsagentur“, die diese Aufgabe übernehme, liegen auf dem Tisch.

Leistungsprinzip in Auswahl, Ausbildung und Bezahlung der Lehrer stärken

Der Einführung von Leistungsorientierung in der Bezahlung der Lehrer kann Landertshammer viel abgewinnen. Die Rekrutierung und Ausbildung der Lehrer soll ebenfalls mehr auf dieses Prinzip abgestimmt werden, auch soll eine Kündigung von Lehrern durch den Schulleiter möglich sein. Genauso müsse es aber bessere Unterstützung für Pädagogen geben: „Insbesondere mit Blick auf Migration und Mehrsprachigkeit müssen wir unsere Pädagoginnen und Pädagogen bei Aus- und Weiterbildung sowie in Bezug auf die schulischen Rahmenbedingungen, etwa durch das Einbeziehen einschlägiger Vereine, besser vorbereiten“.

Output-gesteuerte Schulfinanzierung einführen

Die WKÖ fordert auch die stärkere Berücksichtigung des Leistungsprinzips in der Finanzierung der Schulen. Diese soll an output-basierenden Faktoren ausgerichtet werden: „Grundlage für die Finanzierung der Sekundarstufe II muss anhand einer qualitätsgesicherten, externen Output-Überprüfung die Absolventen-Anzahl sein – und nicht mehr die Zahl der Schüler, die aufgenommen wurden“. Diese Maßnahme garantiere, dass das Verantwortungsbewusstsein und die Leistungsbereitschaft der Schulen gestärkt werde, unterstreicht Landertshammer, der auf entsprechende Konzepte der WKÖ verwies. (PWK918/PM)

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