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Ungarn: Wirtschaftsforum mit Bundespräsident Van der Bellen und WKÖ-Vizepräsident Roth

Österreich ist Ungarns zweitwichtigster Handelspartner. Bilateraler Warenaustausch legte im ersten Quartal des laufenden Jahres stark zu

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Anlässlich des offiziellen Besuchs von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Ungarn fand gestern Abend ein österreichisch-ungarisches Wirtschaftsforum der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zum Thema „Elektromobilität“ in Budapest statt. Eröffnet wurde das Forum mit rund 100 österreichischen und ungarischen Unternehmensvertretern von Bundespräsident Van der Bellen und dem Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Jürgen Roth. 

„Das Thema dieses Forums haben wir aus gutem Grund gewählt, denn sowohl Österreich als auch Ungarn verfügen über einen starken Automobil- und Zulieferersektor und müssen deshalb besonderes Augenmerk auf Zukunftstechnologien in diesem Gebiet legen“, so Roth in seiner Eröffnungsrede. In Österreich gehe jeder 9. Arbeitsplatz auf die Kfz-Industrie bzw. die Kfz-Zulieferindustrie zurück und in Ungarn hängen 30 Prozent der gesamten Industrieproduktion des Landes bzw. 20 Prozent der ungarischen Exporte an diesem Industriezweig. Auch das größte Motorenwerk der Welt befindet sich im ungarischen Győr. 

Engere Zusammenarbeit bei Elektromobilität vereinbart

In der Elektromobilität sieht Roth noch großes Zukunfts- und Entwicklungspotential, denn „in Österreich sind derzeit über sechs Millionen ‚fossile Fahrzeuge‘ auf den Straßen zugelassen, aber ‚nur‘ 12.000 Elektroautos.“ Bundespräsident Van der Bellen wies darauf hin, dass bei seinen Gesprächen mit dem ungarischen Ministerpräsident Orbán und dem Staatspräsidenten Áder „E-Mobilität ein Thema war“ und beide Seiten betonten, auf diesem Gebiet enger zusammenarbeiten zu wollen.

Die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Ungarn umfassen einen Waren- und Dienstleistungsaustausch im Wert von über 10 Milliarden Euro. „Damit ist Ungarn für Österreich der siebent wichtigste Handelspartner weltweit sowie der fünftwichtigste in der EU und der zweitwichtigste in Mittel- und Osteuropa. Umgekehrt ist Österreich für Ungarn der zweitwichtigste Handelspartner“, so Jürgen Schreder, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Budapest. Nach einem verhaltenen Wachstum der österreichischen Warenexporte nach Ungarn im Jahr 2016 von 1,3 Prozent zogen die Ausfuhren im ersten Quartal des laufenden Jahres mit einem Zuwachs von 10,4 Prozent wieder ordentlich an. Die Importe aus Ungarn legten in diesem Zeitraum um 6,2 Prozent zu.

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