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Unternehmensumfrage 2019: Was Österreichs Wirtschaft jetzt braucht

Unternehmen fordern: Steuern runter, Bildung stärken, Bürokratie abbauen

WKÖ-Präsident Mahrer: "Verantwortungsvolle Standortpolitik heißt Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessern" –Generalsekretär Kopf: "Maßnahmen mit Weitsicht statt Wahlzuckerl"
Karlheinz Kopf und Harald Mahrer (v.l.n.r.)
© WKÖ / Nadine Studeny

Was erwarten Österreichs Unternehmen von der nächsten Bundesregierung in Bezug auf ihren eigenen Betrieb und auf den Wirtschaftsstandort? Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat dies jetzt in einer aktuellen market-Umfrage erheben lassen. "Unsere Betriebe brauchen dringend Entlastungsmaßnahmen, wenn sie sich gegen den aufkommenden konjunkturellen Gegenwind stemmen und Beschäftigung schaffen sollen", erklärte WKÖ-Präsident Harald Mahrer  im Rahmen der Studienpräsentation: "Auf den Punkt gebracht: Steuern runter. Bildungssystem stärken. Bürokratie abbauen. Diese drei Forderungen haben für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer oberste Priorität."


"Was wir jetzt brauchen, ist eine Politik mit Weitblick, die standortorientiert handelt und diese Forderungen auch aufgreift", erklärte WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Wahlkampfforderungen wie etwa eine Arbeitszeitverkürzung oder Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuern bzw. eine flächendeckende LKW-Maut würden dagegen den heimischen Betrieben Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten aufbürden und sind aus Sicht Kopfs als "standortschädlich" abzulehnen: "Allein ein Mindestlohn in Höhe von 1.700 Euro würde die heimischen Betriebe mit Mehrkosten von mindestens 900 Millionen Euro belasten. Käme dann auch noch die verpflichtende 6. Urlaubswoche dazu, wären das noch einmal zusätzlich mindestens 450 Mio. Euro an Mehrbelastungen für die Wirtschaft."

Drei Viertel mit dem Standort zufrieden

Das zeigt auch die am Freitag präsentierte Umfrage, die market im Auftrag der WKÖ im August durchgeführt hat. Demnach sind drei Viertel der Unternehmerinnen und Unternehmer mit der Entwicklung des Standorts zufrieden – "ein sehr erfreuliches Urteil", erklärt WKÖ-Präsident Mahrer. Der Umfrage zufolge wünschen sich die Unternehmen von der neuen Regierung, dass ein wirtschaftsfreundlicher Kurs eingeschlagen bzw. fortgesetzt wird.

Eintrübung am Konjunkturhimmel

Im eigenen Unternehmen läuft es aktuell ganz ähnlich wie vor 2 bis 3 Jahren, immerhin ein Viertel ist aber mit der derzeitigen Situation im eigenen Betrieb etwas weniger zufrieden als zum definierten Vergleichszeitraum – hier zeigt sich die Eintrübung am Konjunkturhimmel. 

Um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können, erwarten sich die heimischen Unternehmen Unterstützung durch die neue Regierung beim Abbau von Bürokratie (97 % nennen dies als sehr wichtig oder wichtig). Auch die Senkung der Steuer- und Abgabenlast steht ganz oben: Die Senkung der Lohnnebenkosten ist für 88 % sehr wichtig oder wichtig, ebenso die Senkung der Einkommenssteuer (88 %). Die Sicherung des Fachkräftebedarfs nennen 91 % sehr wichtig (51 %) oder wichtig (40 %). Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind 91 % sehr wichtig bzw. wichtig. 

Steuerreform und Bildungsoffensive

Auch die WKÖ spricht sich angesichts der abflauenden Konjunktur, wie in der bereits geplanten Steuerreform, für eine Senkung der Lohn- und Einkommensteuer – "mehr Netto von Brutto für alle" – eine Senkung der KöSt und eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten aus. Im Bereich Bildung braucht es ein Maßnahmenbündel, wie es in der WKO-Bildungsoffensive abgebildet ist. Notwendig ist unter anderem eine umfassende Modernisierung der Berufsausbildungen – Stichwort "Digitalisierung der Lehre", nötig sind mehr MINT-Studienplätzen sowie eine bessere Durchlässigkeit der Bildungswege. 

Und auch der Bürokratieabbau müsse, so fordert die WKÖ-Spitze, für die nächste Bundesregierung oberste Priorität haben. Als konkrete Beispiele nannte Mahrer die Vermeidung von Gold Plating – also dem Übererfüllen von Vorgaben - und ein moderneres Betriebsanlagenrecht.

"Maßnahmen wie diese schaffen die Rahmenbedingungen, die unsere Betriebe brauchen, um erfolgreich wirtschaften zu können", erklärte WKÖ-Präsident Mahrer. Ihre Unterstützung bewirke, dass in Österreich Arbeitsplätze, Wohlstand, Zusammenhalt und Stabilität für die Zukunft geschaffen würden: "Das ist die standortorientierte Politik, die wir und Österreichs Betriebe uns von der nächsten Bundesregierung wünschen." (pmd)

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